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Ratsversammlung : Kreissportverband bekommt seine Personalstelle

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Rat gibt auf Sondersitzung Mittel für Sportentwicklungsplanung frei

Der Kreissportverband bekommt nun doch personelle Unterstützung zur Umsetzung des Sportentwicklungsplans. Die halbe Personalstelle ist auf zwei Jahre befristet und darf maximal 25 000 Euro pro Jahr kosten. Die Rats-Mehrheit folgte damit am Dienstag in einer Sondersitzung dem Antrag von SPD, Grünen und BFB/Piraten. Nur die CDU und FDP stimmten mit Nein.

„Rein rechnerisch kostet der Sport die Stadt 1,35 Millionen Euro im Jahr. Der Sportentwicklungsplan soll helfen, 380 000 Euro einzusparen“, sagte Ralf Ketelhut (Grüne). Das sei ambitioniert, funktioniere aber nicht ohne professionelle Unterstützung. Es gebe „gute Gründe, den in hohem Maße vom Ehrenamt getragenen Sport zu unterstützen“, so Ketelhut. Der Sport trage schon einen großen Teil der Kosten selbst.

Für die CDU erneuerte Hauke Hahn die Bedenken seiner Fraktion. CDU und FDP sehen die Stelle besser bei der Verwaltung als beim KSV angesiedelt. „Welche Kontrolle haben wir sonst? Keine!“, sagte Hahn. Weiterer Kritikpunkt: Wenn der Sport nicht genug Geld einspart, müsse die Stadt damit rechnen, dass das Land die Konsolidierungshilfen kürzt.

Ein Disput entbrannte am SPD-Antrag, das Integrierte Stadtentwicklungskonzept von 2006 fortzuschreiben. Es sei bei allen Planungen von gesamtstädtischer Bedeutung „verbindlich“ zu berücksichtigen. Die CDU sähe hier lieber die Formulierung „grundsätzlich“. Babett Schwede-Oldehus (CDU) nannte den SPD-Vorstoß „keine neue hochgeistige Schöpfung“, sondern lediglich eine „Kopie“ einer sieben Jahre alten Vorlage. Der CDU-Änderungsantrag fiel durch. Die ursprüngliche Vorlage wurde mit den Stimmen von SPD, Grünen, BFB/Piraten und Linke gegen CDU, FDP und NPD beschlossen.

Einmütigkeit herrschte bei der Absicht, den Gesellschaftsvertrag für die Wirtschaftsagentur zu ändern. Die Stadt stellt 55 Prozent des Eigenkapitals und trägt das wirtschaftliche Risiko, hat aber nur zwei von sieben Stimmen im Aufsichtsrat. Zurzeit ist dort kein Ratsmitglied vertreten. Je neun Prozent der Anteile halten die Edeka, IHK Kiel, Voigt-Logistik, die Sparkasse Südholstein und die Stadtwerke. „Wir müssen nach zehn Jahren die Struktur neu justieren“, sagte SPD-Fraktionschef Uwe Döring. Er empfahl die Aufstockung des Aufsichtsrats auf elf Mitglieder, von denen die Stadt sechs benennt. Die Grünen und die CDU legen vor allem Wert auf eine Kündigungsklausel und eine Prüfung der Geschäftsfelder. „Zurzeit könnte der Aufsichtsrat den Geschäftsführer auswechseln, ohne dass die Ratsversammlung mitreden kann“, sagte Michael Schaarschmidt (Grüne). OB Dr. Olaf Tauras soll nun Gespräche mit den Gesellschaftern führen.

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