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Böcklersiedlung: : Kreisel-Umbau kostet 60 000 Euro

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Stadtteilbeirat gibt nach Baustopp grünes Licht für den Rückbau der Kreuzung Legienstraße / Stegerwaldstraße

von
erstellt am 24.Jun.2016 | 09:00 Uhr

Neumünster | Der Weg zum Rückbau des umstrittenen Kreisels in der Stegerwaldstraße / Legienstraße ist endgültig frei. Auf einer nur mäßig besuchten Sitzung in der Hans-Böckler-Schule stimmte der Stadtteilbeirat Böcklersiedung-Bugenhagen am Mittwochabend einstimmig für die Pläne der Stadt, den umstrittenen Kreisel wieder zu einer normalen Kreuzung umzubauen.

Dabei sollen die Fahrbahnen so verlegt werden, dass die bestehende Mittelinsel aus der Kreuzung herausrückt (siehe nebenstehende Grafik). Die ausgegrenzte Fläche vor dem Haus Stegerwaldstraße 12 soll entsiegelt und – so der Beirat – „möglichst kostengünstig“ begrünt werden. Nur der vom Hansaring kommende Fußweg, der in einer weiten Rechtskurve in die Stegerwaldstraße führt, soll erhalten bleiben und wird künftig noch den alten Straßenverlauf nachzeichnen.

Die Kreuzung gilt seit Jahrzehnten als überdimensioniert. Um Schnellfahrer und den früher starken Durchgangsverkehr auszubremsen, hatte die Stadt in den 90er-Jahren auf Drängen des damaligen Stadtteilbeirates den Kreisel auf der Kreuzung eingerichtet. Autofahrer wurden durch die Fahrbahnmarkierung zwar um die Bauminsel herum geleitet, aber weil die Kreuzung inmitten einer Tempo-30-Zone liegt, verbot sich der Ausbau zu einem förmlichen Kreisverkehr (mit entsprechender Beschilderung, Zebrastreifen und Querungshilfen für Fußgänger). Das führte auch in jüngerer Vergangenheit immer wieder zu gefährlichen Missverständnissen auf der Kreuzung, wie Anlieger wiederholt kritisierten (der Courier berichtete).

Die Stadt wollte jetzt die Gunst der Stunde nutzen und einigte sich mit der Tiefbaufirma, die bis vor wenigen Tagen noch im Auftrag der Stadtwerke an der neuen Fernwärmeleitung in der Stegerwaldstraße arbeitete: Die Bauarbeiter sollten auch gleich mit der Entsiegelung am Kreisel beginnen.

Das ging allerdings dem Stadtteilbeirat zu schnell: Weil er bislang nicht eingeschaltet worden war, setzte Stadtteilvorsteher Rolf Schaks einen Baustellenstopp durch. Jetzt können die Arbeiten wieder aufgenommen werden.

Nach Auskunft der Stadt kosten die Entsiegelung und die neue Einfassung der Fahrbahnen rund 45 000 Euro. Rund 15  000 Euro werden für die Begrünung der bisherigen Straßenflächen veranschlagt.

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