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Holsteinischer Courier

23. Oktober 2017 | 17:35 Uhr

Wasbek : Kreis prüft Bürgerbegehren

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

190 Unterschriften wurden gegen den Bau der Turnhalle gesammelt. Geplant ist der Abriss der alten Halle am 4. April.

Wasbek | Die Bürgerliche Mitte Wasbek (BMW) hat genügend Unterschriften zusammenbekommen. Jetzt wird das Bürgerbegehren von der Kommunalaufsicht geprüft. Ziel ist ein Bürgerentscheid, um den geplanten Neubau der Zweifeld-Sporthalle zu verhindern und eine kostengünstigere Lösung durchzusetzen.

Das Bürgerbegehren von Uwe Pauschardt, Manfred Saggau und Lars Jöhnk (alle BMW) zum Bau der neuen Turnhalle (der Courier berichtete) ist in diesen Tagen bei der Kommunalaufsicht eingereicht worden. Mit dieser Mitteilung eröffnete Bürgermeister Karl-Heinz Rohloff (CDU) am Mittwochabend die Sitzung der Wasbeker Gemeindevertretung. „Die Antragsteller konnten 190 Unterschriften gewinnen. Damit wurden die benötigten zehn Prozent der Einwohnerzahl (1873) erreicht. Somit nimmt das Prozedere jetzt seinen Lauf. Zurzeit werden die Unterschriften von der Kommunalaufsicht auf ihre Gültigkeit geprüft“, berichtete Rohloff. Mit einem Entscheid über die Zulässigkeit werde in den kommenden Wochen gerechnet. „Allerdings werden die im Zusammenhang mit dem Bau bereits eingegangenen Verpflichtungen berücksichtigt, um Schaden von der Gemeinde abzuwenden. Deshalb werden die Fraktionen der FD (Fürs Dorf), SPD und CDU bis dahin mit dem Projekt weitermachen wie bisher“, erklärte er weiter. Von den Antragstellern wurde Rohloffs Bericht nicht kommentiert.

Rohloff berichtete außerdem, dass die Baugenehmigung für den Hallenbau durch den Kreis Rendsburg-Eckernförde jetzt vorliege. „Das hat dann weniger als drei Monate gedauert. Alle waren sich der Verantwortung bewusst und haben an einem Strang gezogen“, sagte Rohloff. Nach den im nichtöffentlichen Teil gefassten Beschlüssen zu Auftragsvergaben steht damit jetzt auch der Termin für den Abriss der alten Halle fest. Der sollen am 4. April beginnen. Ob der Termin bestehen bleibt, wenn der Bürgerentscheid genehmigt wird, ist unklar.

Der Bau der Brücke über die Autobahn A  7 am Prehnsfelder Weg verzögert sich immer weiter. Hier werden sich die Bauarbeiten nach Mitteilung von Christian Merl, Leiter der Kommunikation von Via Solutions (beauftragtes Unternehmen für den Ausbau der Autobahn), noch bis Mitte Juni hinziehen. Am Wochenende hatte es von der Firma noch geheißen, Ende Mai sei es soweit.

Mit mehrheitlichen Beschlüssen wurden außerdem die neue Friedhofssatzung samt Gebührenordnung verabschiedet (der Courier berichtete). In Auftrag gegeben wird jetzt ein Gutachten (Kosten: rund 7000 Euro), in dem Argumente gegen Windenergieflächen in der Gemeinde gesammelt werden sollen. Die Ablehnung war in einem Bürgerentscheid bereits 2010 entschieden worden. Und bei der Erweiterung des Bauhofs entschieden sich die Gemeindevertreter für eine Ausführung in Massivbauweise mit Kosten von 52 000 Euro. Beschlossen wurde auch der neue Schriftzug „Sportlerheim“ für das vor Kurzem umbenannte Jugendheim.

In sein Amt als Ehrenbeamter wurde außerdem Oliver Neumann als stellvertretender Wehrführer berufen. Gleichzeitig wurde sein Vorgänger Volker Blankenberg von Karl-Heinz Rohloff herzlich verabschiedet. Und im Ausschuss für öffentliche Angelegenheiten wird nach dem Ausscheiden von Meike Schwill die FD-Fraktion zukünftig von Uta von Schmidt-Kühl vertreten.  

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