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Ausbildung : Krankenpfleger machen jetzt ihren Bachelor

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Kooperation mit privater Hochschule ermöglicht Auszubildenden akademische Fortbildung

von
erstellt am 08.Apr.2016 | 08:45 Uhr

Neumünster | Der Klinikverbund K6 beschreitet neue Wege in der Ausbildung. Erstmals können junge Gesundheits- und Krankenpfleger eine akademische Zusatzausbildung absolvieren, die sie für spätere Führungsaufgaben qualifiziert. Einzige Voraussetzung für die Bewerbung ist das Abitur.

Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung hat der Verband mit der privaten Steinbeis-Business-Academy in Berlin geschlossen. Zu K6 gehören neben dem FEK die Imland-Kliniken in Rendsburg und Eckernförde, die Westküstenkliniken in Brunsbüttel und Heide, das Städtische Krankenhaus in Kiel und das Klinikum Itzehoe.

Im ersten Durchgang wollen 16 junge Frauen und zwei Männer aus den angeschlossenen Krankenpflegeschulen die Zusatzausbildung angehen und – wenn alles gut geht – innerhalb von drei Jahren mit dem „Bachelor of Science interdisziplinäre Gesundheitsversorgung“ abschließen. Neben ihrer klassischen Ausbildung an der Pflegeschule werden sich die neuen Studenten künftig alle sechs Wochen, vorzugsweise an Wochenenden, zu gemeinsamen Blockseminaren treffen. Unter anderem werden sie dort von wissenschaftlichen Lehrkräften auch in Management, Marketing, Pädagogik und verwandten Disziplinen fit gemacht.

„Ich weiß zwar nicht, wo genau die Absolventen künftig landen. Ich bin mir aber sicher, dass ihnen alle Führungsebenen offenstehen werden“, sagte Rainer Loose, Leiter der FEK-Pflegeschule, gestern bei der Vorstellung des neuen Studiengangs.

Das sehen offenbar auch die Studenten so: Auf die sechs Plätze, die das FEK im ersten Durchlauf besetzen durfte, gab es acht Bewerbungen aus dem eigenen Hause; in Heide waren es sechs Bewerber für zwei Plätze. Ein strenges Auswahlverfahren musste die glücklichen „Gewinner“ ermitteln.

Mit der landesweit einmaligen Kombination aus Studium und praktischer Ausbildung wollen die Pflegeschulen im K6-Verbund auch das Berufsbild des Krankenpflegers wieder attraktiver machen. Noch vor wenigen Jahren kamen auf die 45 Lehrstellen an der FEK-Pflegeschule am Haart etwa 700 bis 800 Bewerbungen; inzwischen sind es nur noch etwa 100 bis 200. Ähnliche Erfahrungen machen auch die anderen Pflegeschulen im Verbund. Wird das neue Aufbaustudium angenommen, soll es später vielleicht auch für Bewerber außerhalb des K6-Verbundes geöffnet werden.

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