Stadtbücherei : Kostenloses Surfen soll junge Leser anlocken

Ab ins Netz: Der Leiter der Stadtbücherei, Dr. Klaus Fahrner (rechts), und Stadtrat Günter Humpe-Waßmuth gehen mit dem Telefon über den hauseigenen Router ins Internet.
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Ab ins Netz: Der Leiter der Stadtbücherei, Dr. Klaus Fahrner (rechts), und Stadtrat Günter Humpe-Waßmuth gehen mit dem Telefon über den hauseigenen Router ins Internet.

In der Bibliothek kann ab sofort jedermann für eine Stunde am Tag kostenlos ins Netz gehen

shz.de von
29. Mai 2015, 05:45 Uhr

Neumünster | Kostenlosen Zugang ins Internet über Smartphone, Tablet, Notebook und Co. bietet jetzt die Stadtbücherei in ihren Räumen an der Wasbeker Straße 14 an.

„Wir haben in Neumünster strukturell mit Bildungsbenachteiligung zu kämpfen und fragen uns daher immer wieder: Wie schaffen wir es, junge Menschen zum Lesen zu bringen? – Das ist ein neuer Baustein der Attraktivität“, beschrieb Kulturdezernent Günter Humpe-Waßmuth die Idee für den drahtlosen Netzzugang. Die Chance zum Surfen soll vor allem junge Leute anlocken.

Über ein eigenes internetfähiges Endgerät kann sich jeder Besucher – man muss keinen Mitgliedsausweis der Bücherei besitzen – über den hauseigenen Router einwählen und sich eine Stunde pro Tag kostenlos im Netz aufhalten.

Die Zugangsdaten mit Nutzername und Passwort bekommen die Besucher auf einem Gutschein an den Auskunftsplätzen in jedem Stockwerk der Bücherei. Persönliche Daten hinterlässt man dabei nicht. Nach einer Stunde wird die Verbindung automatisch gekappt. „Ein Riesenvorteil ist, dass man sich hier einloggen und direkt etwas herunterladen kann“, sagte Dr. Klaus Fahrner, der Leiter der Stadtbücherei.

Da die Bücherei am Glasfasernetz der Stadtwerke hängt, ist ein großer Datentransfer möglich. Bis zu 50 Nutzer könnten gleichzeitig ins Netz gehen, führte Klaus Fahrner weiter aus. Die Bücherei ist an die „Onleihe zwischen den Meeren“ angeschlossen, die über 18 000 digitale Medien bereithält. Nur mit dem Kindle-Lesegerät hat man keinen Zugriff auf das Angebot der Onleihe.

Sabrina Maschmeyer aus der Jugendbücherei kann bereits eine erste positive Rückmeldung geben: „Das Angebot wird gut angenommen.“

Der Provider ist eine Berliner Firma, die auch bei juristischen Fragen eintritt. Mit einem monatlichen Beitrag von 12 Euro sei dieser Provider zudem noch sehr kostengünstig, freute sich Bibliotheksleiter Klaus Fahrner.


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