Flüchtlinge : Kopfhörer und Kuscheliges als Weihnachtswünsche

Symbolisch überreichten (rechts) DRK-Vorstand Sven Lorenz und seine Kollegin Sabine Krebs einige Geschenke an Volker Rüge (Iuvo) und an zwei minderjährige Flüchtlinge, die sich aus Sicherheitsgründen nicht mit ihren Gesichtern in der Zeitung zeigen möchten.
Symbolisch überreichten (rechts) DRK-Vorstand Sven Lorenz und seine Kollegin Sabine Krebs einige Geschenke an Volker Rüge (Iuvo) und an zwei minderjährige Flüchtlinge, die sich aus Sicherheitsgründen nicht mit ihren Gesichtern in der Zeitung zeigen möchten.

DRK-Wunschstern-Aktion beschert 120 minderjährige Flüchtlinge

shz.de von
17. Dezember 2015, 18:44 Uhr

Neumünster | Auch wenn viele der minderjährigen Flüchtlinge aus islamischen Ländern stammen und Weihnachten erst in Deutschland kennenlernen, freuen sie sich über Geschenke. Der DRK-Kreisverband entschied sich für seine Wunschstern-Aktion bewusst für diese Kinder. DRK-Vorstand Sven Lorenz und seine Kollegin Sabine Krebs überreichten gestern in der Iuvo-Einrichtung am Ulmenweg einen großen Berg an guten Gaben.

120 Sterne hingen an Bäumen bei Möbel Brügge, Famila am Haart und im A+B-Center. „Bei Famila waren von Sonnabend auf Montag alle Sterne weg“, erzählte Sabine Krebs. Bürger erfüllten die Wünsche und gaben die Päckchen beim DRK ab.

Was wünschen sich die Jugendlichen aus Afghanistan, Syrien, Eritrea und anderen Ländern? „Je länger sie hier sind, desto deutscher werden die Wünsche. Auch wenn sie ausgestattet werden mit Kleidung, möchten sie etwas Eigenes, Neues haben“, sagt Volker Rühe, Bereichsleiter bei der Iuvo. Und das sind Sachen zum Wohlfühlen: Warme Mützen und Socken, schicke T-Shirts, Duschgels, ein Rasierapparat oder – der Wunsch von Klevi (16) und Klajdi (17) aus Albanien und von Mahdi (16) aus Afghanistan – Kopfhörer. Sie kennen die Weihnachtsgeschichte und lassen beide religiösen Traditionen – den Islam und das Christentum – in ihr Leben. „Das ist ein offenes Haus, in dem jeder seinen Glauben leben kann. Wir feiern hier auch den Ramadan mit dem Zuckerfest“, sagt Volker Rühe.

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