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Stadtentscheid : Kopf-an-Kopf-Rennen beim Vorlesewettbewerb

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Sophie Harm (12) setzte sich knapp im Stechen gegen Henry Hartmann (12) durch

Neumünster | Selten machten es die Teilnehmer beim Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels der Jury so schwer wie gestern in der Jugendbücherei. Die Entscheidung fiel erst in einem Stechen, in dem sich die 12-jährige Waldorfschülerin Sophie Harm gegen Henry Hartmann (12) von der Immanuel-Kant-Schule durchsetzte.

Auch die anderen Sechstklässler Olivia Wuttke (Holstenschule), Jule Molkewehrum (Klaus-Groth-Schule), Mareile Riesewell (Gemeinschaftsschule Brachenfeld), Havin Melissa Kilic (Alexander-von-Humboldt-Schule), Alleen-Emely Doll (Gemeinschaftsschule Faldera) und Jonas Grahm (Grund- und Gemeinschaftsschule Einfeld) machten ihre Sache sehr gut.

„Ihr seid alle Schulsieger, könnt nicht nur gut lesen, sondern auch gut vorlesen und andere mitnehmen. Ihr seid damit Botschafter des Lesens und tragt die Freude daran in die Welt“, sagte die Leiterin der Jugendbücherei, Angelika Rust, zur Begrüßung.

„Ein bisschen Lampenfieber habe ich schon“, gestand Havin Melissa Kilic (11). „Wir sind auch ganz aufgeregt. Havin liest sehr gerne, auch plattdeutsch“, sagten ihre Eltern Mehtap und Orhan Kilic, die im Publikum die Daumen drückten.

Drei Minuten Vorlesezeit hatten alle Teilnehmer, um aus ihren selbst ausgewählten Jugendbüchern vorzutragen. Dabei kam es nicht nur auf den sicheren und flüssigen Vortrag an, sondern auch auf eine deutliche Aussprache, ein angemessenes Lesetempo und die sinngemäße Betonung. Henry Hartmann ist das in Fleisch und Blut übergegangen. „Beim Lesen kann man selbst in eine Fantasiewelt eintauchen. Das ist ja das Schöne an Büchern“, sagte er in der ersten Jury-Auswertungspause.

In ihr kam die Jury aus Vorjahressiegerin Lotte Krull, Buchhändler Jan-Willem Bülck, Sabine Nitschke (Kieler Nachrichten), Petra Lüthjohann (Stadtbücherei) und Thorsten Kehl (Volkshochschule) noch zu keiner Entscheidung. Nach dem Stechen war Sophie Harm überglücklich, denn mit einem Sieg hatte sie nicht gerechnet. „Ich bin die Leseratte der Familie“, verriet die Looperin, die ihre Lektüre aus dem Bücherbus bezieht, der einmal in der Woche die Umlandgemeinde ansteuert. Sie freut sich auf die nächste Runde. Am 16. März steht, erneut in der Jugendbücherei, der Regionalentscheid an.

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erstellt am 17.Feb.2017 | 08:15 Uhr

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