Grossenaspe : Konzert der Preisträger ging unter die Haut

Swantje Janne Wittenhagen (15) aus Hamburg verzauberte mit ihrer Harfe.
Swantje Janne Wittenhagen (15) aus Hamburg verzauberte mit ihrer Harfe.

110 Zuschauer fanden sich zum zweiten Konzert jugendlicher Spitzenmusiker in der Katharinenkirche in Großenaspe ein.

shz.de von
16. Juni 2014, 12:00 Uhr

Grossenaspe | Zehn Hamburger Sieger des Bundeswettbewerbs „Jugend musiziert“ bewiesen in Großenaspe, dass hochkarätige Musik von jungen Menschen produziert und auch außerhalb von Metropolen gehört werden kann. „Kultur hat dort ein Zuhause, wo sie mit ganzem Herzen und Verstand angenommen wird“, begrüßte Großenaspes Bürgermeister Torsten Klinger am Sonnabend die 110 Zuschauer, die sich zum zweiten Konzert jugendlicher Spitzenmusiker in der Katharinenkirche eingefunden hatten. Professor Ernst-Ulrich von Kameke, Mitorganisator der zweiteiligen Veranstaltungsreihe „Klassik in Großenaspe“, stellte zu Beginn ein „Angebot auf künstlerisch sehr hohem Niveau“ in Aussicht.

Den Auftakt gab ein brillantes Klarinettenquartett: Maria Castro Alfaro (18), Lenny Heucke (17), Eugen Jonas Naumann (16) und Marie Caroline Reinhardt (19) ließen ihre Instrumente von zwitschernden Höhen bis in vibrierende Bässe erklingen und nutzten den großartigen Klangraum der schönen Kirche voll aus.

Nicht nur akustisch, sondern auch optisch beeindruckte Swantje Janne Wittenhagen (15) mit ihrem bravourösen Spiel auf der wunderschönen Harfe: Die Finger der Bundessiegerin perlten über die 47 Saiten und verzauberten das Publikum. „Den Klang der Harfe kann ich nur als engelsgleich beschreiben. Mit vier Jahren kam ich zum ersten Mal in Kontakt mit dem Instrument in einer Musikschule. Nachdem ich meine Eltern ein Jahr lang bedrängt habe, durfte ich mit fünf Jahren anfangen zu spielen. Wenn es geht, übe ich täglich“, erzählte die Musikerin.

Gänsehaut verursachte der Gesang der Mezzosopranistin Irina Bogdanova (21). „Ich mag Kirchenmusik. Bei Bachs Matthäus-Passion fließt einfach alles heraus“, erklärte sie ihre Lieblingslieder. Mancher Zuschauer schloss während „Blute nur, du liebes Herz“ die Augen und genoss die berührende Stimme, die von Nadja Kremer am Klavier empathisch begleitet wurde.

Yannick Cherng (15) gab sein Talent am Piano zum Besten – er spielte ohne Notenblätter und erntete riesigen Applaus. Zum Abschluss beglückte ein Streichertrio das dankbare Publikum. Nathan Matchin (18) und Valentina Ritter (19) an der Violine sowie Franziska Fabra (19) am Cello präsentierten Stücke von Haydn, Borodin und Morricone.

„Das war ein tolles Konzert, ein echtes Erlebnis, das unter die Haut ging“, befand Bürgermeister Klinger.


 

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