Kontrolle bewahren

susanne otto3

von
05. Januar 2015, 15:56 Uhr

Mal ganz abgesehen davon, ob in Boostedt überreagiert und leider zum Tagesgeschäft von Politikern gehörende Beleidigungen überbewertet wurden: Es zeigt sich wieder einmal, dass die 4500-Einwohner-Gemeinde und ihre Vertreter mit der Flüchtlingsunterkunft vor besonderen Herausforderungen stehen. Es ist schlecht, wenn die Nerven schon blank liegen, bevor auch nur ein einziger Flüchtling den Ort betreten hat. Die Boostedter müssen eine Entscheidung des Landes tragen, die sie nicht selbst fällen konnten. Über die Parteigrenzen hinweg müssen sich alle Gemeindevertreter stützen und beraten, Sorgen ernst nehmen, aber die Angst darf nicht die Kontrolle übernehmen. Und alle sollten daran denken: Angst um Leib und Leben mussten die Flüchtlinge in ihren Heimatländern haben.

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