zur Navigation springen

Reaktionen : „Konkurrenz belebt das Geschäft“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Ratsparteien bewerten OB-Kandidatur aus der SPD. Tauras freut ich auf Themenwahlkampf

Neumünster | Die Katze ist aus dem Sack. Am vergangenen Freitag präsentierte die SPD ihre Kandidatin für die Oberbürgermeisterwahl im kommenden Frühjahr. Elke Christina Roeder (47, SPD), gelernte Bankkauffrau und zuletzt acht Jahre Bürgermeisterin im niedersächsischen Bad Pyrmont, soll Amtsinhaber Dr. Olaf Tauras das Amt abjagen. Der Courier holte gestern Reaktionen in den Ratsfraktionen und bei den Gegenkandidaten ein.

Der CDU-Kreisvorsitzende Wolf Rüdiger Fehrs hat damit gerechnet, dass die SPD eine Frau als Oberbürgermeister-Kandidatin nominiert und freut sich darüber: „Konkurrenz belebt das Geschäft. Wir werden einen richtigen Wahlkampf erleben, das erhöht hoffentlich die Wahlbeteiligung.“

Auch für Grünen-Kreissprecher Hans Heinrich Voigt war nach der SPD-Kritik an Amtsinhaber Olaf Tauras klar, dass die SPD einen eigenen Kandidaten benennt. „Für die Bürger ist es gut, dass sie auswählen können zwischen zwei auch für die Grünen wählbaren Kandidaten. Der AFD-Mann ist für uns Grüne keine Alternative“, sagte Voigt. Die Grünen haben sich – wie die CDU und FDP – schon auf eine Unterstützung von Tauras festgelegt. Voigt: „Bad Pyrmont ist nicht Neumünster.“

„Wir freuen uns, dass die SPD mit einer eigenen Kandidatin antritt und sind jetzt gespannt, mit welchen Vorstellungen und Konzepten sie Neumünster weiterbringen will “, reagierte Reinhard Ruge auf die Vorstellung der SPD-Kandidatin. Allerdings werde sie es schwer haben, „dazu hat Tauras seine Sache zu gut gemacht.“

„Eine Kandidatin zu benennen, war ein richtiger und guter Schritt“, lobte Jonny Griese (Die Linke). Die Kandidatur biete Neumünster jetzt eine echte Alternative, einen Prüfstein, an dem man die Leistungen des Amtsinhabers messen könne. Als von außen kommende Kandidatin werde Elke Christina Roeder im Wahlkampf aber einen schweren Stand haben, sagt Griese voraus.

„Wir begrüßen den Vorschlag der SPD und werden ihn ganz genau prüfen“, sagte der Fraktionsvorsitzende von Bündnis für Bürger/Piraten, Jörn Seib. Am Montag, 17. November, gibt es eine Mitgliederversammlung. „Dort werden wir entscheiden, welchen Kandidaten wir unterstützen“, sagte Seib.

Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras gab sich gestern staatsmännisch zurückhaltend: „Demokratische Wahlen sind von der Möglichkeit der Entscheidung geprägt. Die Bürger haben am 10. Mai die Wahl, ob ich meine Arbeit als Oberbürgermeister fortführen soll. Ich freue mich auf den bevorstehenden Wahlkampf und die Darstellung der Themen, die aus meiner Sicht in den nächsten mindestens sechs Jahren für Neumünster wichtig sind.“

Sven Schmidt, OB-Kandidat der Alternative für Deutschland (AFD), freut sich auf einen „lebhaften Wettbewerb“. Da es sich bei „Frau Roeder um eine Wunschkandidatin von Herrn Stegner handelt, wird es sicherlich sehr deutliche inhaltliche Positionsunterschiede zwischen ihr und mir geben“, sagte Schmidt. Sein Ziel ist es, eine Stichwahl zu erreichen, die in Bad Pyrmont zur Abwahl Roeders führte. Schmidt: „Damit sollte sich auch der Amtsinhaber niemals sicher sein.“

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen