Wirtschaftsagentur : Kompromiss von Politik und OB

Die Wirtschaftsagentur  ist (noch) ein Gemeinschaftsunternehmen von Stadt und fünf Unternehmen und hat ihren Sitz im Log-In  an der Memellandstraße.
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Die Wirtschaftsagentur ist (noch) ein Gemeinschaftsunternehmen von Stadt und fünf Unternehmen und hat ihren Sitz im Log-In an der Memellandstraße.

Die Stadt soll die privaten Anteile der Wirtschaftsagentur zurückkaufen und eine neue Gesellschaft gründen

shz.de von
18. September 2014, 06:45 Uhr

Für die künftige Struktur der Wirtschaftsagentur (WA) haben Ratspolitiker und Stadtverwaltung offenbar eine gemeinsame Lösung erarbeitet. „Auf Anregung der Industrie- und Handelskammer konnten wir einen Kompromiss mit Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras erzielen“, teilte SPD-Fraktionschef Uwe Döring mit.

Seine Fraktion hatte in der Juli-Ratsversammlung einen Antrag gestellt, wonach die Stadt alle WA-Gesellschaftsanteile von den privaten Gesellschaftern übernehmen soll. Zurzeit sind neben der Stadt auch IHK, Stadtwerke, Sparkasse Südholstein, Edeka Nord und Voigt Logistik die Miteigentümer der WA. Die Verluste trägt aber die Stadt allein, und das hat Uwe Döring mehrfach kritisiert. Andere meinten, bei einem Rückzug der Firmenvertreter aus dem Aufsichtsrat ginge der Sachverstand der Wirtschaft verloren (der Courier berichtete).

Nach Gesprächen zwischen der SPD und OB Tauras seien diese Befürchtungen ausgeräumt, teilte Döring mit. Demnach soll die WA künftig eine komplett städtische Gesellschaft werden. Im Aufsichtsrat sollen (wie bei der Kieler Wirtschaftsförderung) neben Vertretern der Stadt auch Vertreter der Wirtschaft sitzen, beispielsweise von Verbänden wie IHK, Handwerkskammer, Unternehmensverband und von Kreditinstituten. Dafür müssten aber die fünf privaten Miteigentümer zunächst ihre Anteile verkaufen.

„In dieser neuen Struktur bleibt ein Einfluss der Wirtschaft gesichert. Die Stadt kann aber beispielsweise das Tourismusmanagement auf die Wirtschaftsagentur übertragen und löst gleichzeitig steuerliche Probleme“, meint Döring.

OB Tauras bestätigte diesen Kompromiss. „Wenn das den politischen Konsens über unsere Wirtschaftsagentur wieder herstellt, ist das eine Ideallösung.“

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