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Stadtteilbeirat Gartenstadt : Kommt der Kreisverkehr?

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Gartenstädter ärgern sich über die Verzögerungen bei der Sanierung der großen Kreuzung

shz.de von
erstellt am 29.Aug.2014 | 07:00 Uhr

Neumünster | Der Verkehrsknotenpunkt Rendsburger Straße/ Max-Johannsen-Brücke bleibt ein heißes Thema. Im Stadtteilbeirat Gartenstadt gab es jetzt deutlichen Unmut darüber, dass die Kreuzung trotz langer Vorplanungen noch immer nicht saniert ist.

„Im Moment wird dort geprüft, ob ein Kreisverkehr gebaut werden soll. Das wurde bereits beschlossen“, sagte Stadtteilvorsteher Martin Kriese und sorgte damit für deutliche Ernüchterung bei manchen der rund 20 Zuhörer. Sie wollten vom Beirat wissen, wann es denn mit der Deckensanierung auf der Rendsburger Straße endlich losgehe. Die Häuser würden regelrecht beben, wenn Lastwagen über die desolate Straße führen.

„Solange der Kreisverkehr geplant wird, ist die Deckensanierung vom Tisch“, stellte Axel Westphal (SPD), Vorsitzender des Bauausschusses, als Gast der Sitzung klar. Hintergrund: Gegen den Willen der SPD hatte der Ausschuss zuletzt eine Überplanung der Kreuzung durchgesetzt. Die Stadt soll mit den Straßenbaubehörden abstimmen, ob der Ausbau zu einem Kreisverkehr in Betracht kommt. Die SPD lehnt das ab, weil der Bauträger erst vor einem guten Jahr dieses Ansinnen abgelehnt hatte. Solange die Planungen offiziell laufen, bleiben die Sanierungen allerdings zurückgestellt.

Beiratsmitglied Kurt Feldmann-Jäger (SPD) ärgerte sich: Noch im Dezember 2012 habe der Bauausschuss einstimmig beschlossen, die Kreuzung zu sanieren und zu optimieren, sagte er. Inzwischen seien die Mittel für die Deckensanierung mit der Neuaufnahme der Planungen für den Kreisverkehr wieder verfallen.

Weil die Gartenstadt keinen eigenen Supermarkt mehr hat, sind die Bewohner gezwungen, weite Wege zum Einkaufen zurückzulegen. Jedoch fährt keine Buslinie aus der Gartenstadt zum nächsten Einkaufszentrum am Stoverweg. „Wir haben keine Möglichkeit, alleine einkaufen zu fahren. Wir müssen alles mit dem Bus erreichen, aber der fährt dort nicht hin“, bedauerte Hilde Rehberg, Bewohnerin der Seniorenwohnanlage an der Domagkstraße und bat den Beirat um Hilfe.

Der hat die Stadtwerke zwar bereits angeschrieben, ist mit den Antworten aber nicht zufrieden. Die SWN hätten lediglich auf die hohen Kosten einer Buslinie verwiesen. „Für uns sind das reine Totschlag-Argumente“, hieß es aus dem Beirat, der das Thema weiter verfolgen will.


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