Neumünster : Köstenfans jubeln: Hinterhof ist zurück

Schrille Verkleidung, schräge Show, fetzige Musik: 2012 trat Boerney (Foto) mit seinen Tri-Tops zum letzten Mal auf der Hinterhof-Bühne auf. Jetzt kommt die Band wieder dorthin.
Schrille Verkleidung, schräge Show, fetzige Musik: 2012 trat Boerney (Foto) mit seinen Tri-Tops zum letzten Mal auf der Hinterhof-Bühne auf. Jetzt kommt die Band wieder dorthin.

OB Tauras genehmigte den Standort . Arko-Durchgang fällt weg . Bands sind gebucht.

shz.de von
18. Mai 2018, 16:25 Uhr

Neumünster | Die Nachricht verbreitet sich wie ein Lauffeuer: Die Hinterhof-Bühne auf der Holstenköste ist zurück. Rainer Kuck, Organisator der Kult-Bühne, verkündete gestern frisch aus dem Urlaub zurück die gute Nachricht. „Ich freue mich tierisch auf die Riesenparty. Endlich wieder!“ Genehmigt wurde der Standort laut Kuck bereits Ende November – vom Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras „still, leise und heimlich“, so Kuck schmunzelnd.

Daraufhin startete der Organisator die Organisation – Bands ansprechen, Technik und Sicherheit klären. Leider hakte es beim Durchgang hinter Arko. „Diesen können wir nicht nutzen, das ist aber nur ein kleiner Wermutstropfen“, sagt der 62-Jährige, der den Hinterhof mit seinem Kompagnon Oliver Bäsler („Gastro-Con-Action“) organisiert.

Kuck, auch als Gastronom bekannt, ist überglücklich: „Seit 2013 die Hinterhof-Bühne aufgrund des geänderten Köstenkonzepts herausfiel, haben mich unzählige Menschen angesprochen und gesagt, dass es so schade ist. Teilweise sind sie gar nicht mehr zur Köste gegangen.“

Das war auch amtlich: Innerhalb von zwei Jahren sank die Besucherzahl von 200 000 auf 170 000 – auch wegen des Wegfalls des Hinterhofs. Der Terror in Europa, Schlechtwetter und Brückentage zwischen Pfingsten und Himmelfahrt waren weitere Faktoren.

Die neue Veranstaltungsmanagerin Kirsten Gerlach wurde hellhörig beim Thema Hinterhof, so Kuck. Sie stellte Anfang November ihr neues Köstenkonzept vor. „Sie unterstützte das erneuerte Genehmigungsverfahren.“

Als Tauras das „Go“ für den Hinterhof erteilte, gab „Kucki“ Gas. Er ließ seine Fäden spielen – der „alte Köstenhase“ ist seit 24 Jahren dabei. „Wir haben die Bands angefragt, gingen in finanzielle Vorplanung. Wir stellen den Hinterhof auf eigene Rechnung, auf eigenes Risiko auf die Beine. Das sind etwa 15 000 Euro für Bands, Personal, Sicherheitsdienst plus 2000 Euro für die Gema. Ein Großteil der Stände betreiben wir selbst.“

Bei der 25. Hinterhof-Bühne bestreiten den Köstendonnerstag traditionell die Lokalmatadoren „The Butlers“; am Freitag heizen – auch das ist Kult – „Boerney & die Tri Tops“ ein; der Sonnabendabend gehört der Party-Combo „Shout“. An allen drei Tagen stimmt ein DJ die Besucher ab 18 Uhr ein.

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