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Boostedt : Körperverletzung an der Schule: Ermittlungen eingestellt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Da die Eltern die Pistole unzureichend gesichert zu Hause aufbewahrt hatten, läuft gegen sie eine Anzeige.

Boostedt | Im Falle des Schülers, der an der Grund- und Gemeinschaftsschule Boostedt einen Schuss aus einer Gaspistole abgefeuert hatte (der Courier berichtete), sind die Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung eingestellt worden. Das gab die Pressesprecherin der Polizeidirektion Segeberg, Silke Westphal, bekannt.

Es bleibe allerdings bei den Verstößen gegen das Waffenrecht. Der Achtklässler hatte Anfang Februar aus einem Fenster eines Klassenraums einen Schuss auf eine Rasenfläche abgegeben. Wie die Polizei feststellen konnte, gehört die Waffe den Eltern. Da die Eltern die Pistole unzureichend gesichert zu Hause aufbewahrt hatten, läuft gegen sie eine Anzeige.

Der Schüler war bereits einige Tage zuvor von einem Mitschüler wegen Beleidigung und Körperverletzung angezeigt worden, weil die Jungen körperlich aneinander geraten waren. Dem Courier liegen aus dem Umfeld der Schule Informationen vor, denen zufolge der Angezeigte sich gewehrt habe, nachdem er über Wochen von dem anderen Jungen bedrängt worden sei. Außerdem habe er sich in seinem Jahrgang entschuldigt.

Sowohl Schulleiterin Dagmar Drummen als auch Volker Struve, Schulrat des Kreises Segeberg, wollten die Konsequenzen, die der 14-Jährige tragen muss, nicht bekannt geben. „Es geht um den Schutz des Jungen“, lautete die Begründung beider. „Die Schule hat angemessen reagiert“, machte Volker Struve klar. Dagmar Drummen erklärte: „Die Schülervertretung und die Elternschaft setzen sich sehr für den Schüler ein.“ Außerdem wies die Rektorin daraufhin, dass besorgte Eltern mit der Schule Kontakt aufnehmen können. 

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