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Vorlesewettbewerb : Knurrende Vampire brachten den Sieg

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Jonas Mohr (12) aus dem Vicelinviertel siegte beim Vorlesewettbewerb der Sechstklässler / Er hat die Chance, zum Landesentscheid zu fahren

von
erstellt am 19.Feb.2014 | 07:45 Uhr

Alle waren etwas nervös: Elf Sechstklässler gingen gestern Nachmittag in der Kinder- und Jugendbücherei beim Stadtentscheid des 55. Vorlese-Wettbewerbs vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels an den Start. „Der Spaß soll im Vordergrund stehen. Bleibt ganz cool“, ermutigte Gabriele Bartelheimer, Leiterin des Fachdienst Schule, Sport, Jugend und Kultur, alle jungen Teilnehmer. Am Ende entschied die Jury eindeutig: Mit einer Gruselgeschichte über ein Hotel der Vampire siegte Jonas Mohr (12) von der Gemeinschaftsschule Brachenfeld. Sein Vater Dietrich Mohr, Leiter der Kita Ruthenberger Rasselbande, war sichtlich stolz.

Mucksmäuschenstill lauschten etwa 60 Eltern, Freunde oder Omas und Opas dem großen Auftritt. „Viele Teilnehmer lagen dicht beieinander“, lautete das Urteil der Jury, der Petra Lüthjohann (Stadtbücherei), Gabriele Bartelheimer, Chantal Thomaka (Vorjahressiegerin), Jan-Willem Bülck (Buchhandlung Lübbert) und Courier-Redakteurin Sonja Kröger angehörten. Je nach Temperament lasen die Schüler deutlich, mit guter Betonung, manchmal hastig.

Die Vielfalt der Themen war unterhaltsam. Die Klaus-Groth-Schülerin Tina Wagner (12) las über ein unheimliches Krankenhaus in Italien. „Gruselig ist schön! Am liebsten mag ich ,Warrior Cats‘“, erzählte die Kleinkummerfelderin. Ihr Lieblingsbuch hatte Stine Vollmers (12) von der Gemeinschaftsschule Faldera ausgesucht: „Carlotta – Internat und Prinzenball“. Sie übte an vier oder fünf Tagen, um für den Wettbewerb gewappnet zu sein.

Ob Kampf gegen Monster, die Aufregung über ein neues Computerspiel, eine Schatzsuche oder ein Unfall mit drei Mumien im Laster, wie sie Justin Trotnow von der Waldorfschule las – die Themen und die Leistung der Schüler erhielten herzlichen Beifall. Vom Abwägen zwischen der Beliebtheit im sozialen Netzwerk und realer Freundschaft las Filiz Akdogan von der Pestalozzischule und hatte damit ein spannendes und aktuelles Jugendthema gewählt. Lustig war auch die Geschichte von Janina Luttmann (Hans-Böckler-Schule) mit abgefackeltem Toaster und schrulliger Großmutter, die nur noch Augen für „Der Preis ist heiß“ hat. Die Vampire mit gefletschten Zähnen und drohendem Knurren, die vom Schattenjäger und Werwölfen angegriffen wurden, brachten Jonas Mohr mit seiner deutlichen Artikulation den Sieg. Er nimmt am 20. März am Bezirksentscheid Schleswig-Holstein Süd teil; dort gibt es zwei Sieger für den Landesentscheid am 8. Mai.

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