zur Navigation springen

Bönebüttel : Knickbrand ist kein Kavaliersdelikt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Dirk Kock-Rohwer mahnt zur Vorsicht beim Feuermachen.

von
erstellt am 02.Apr.2015 | 05:00 Uhr

Bönebüttel | Knisternde Feuer wie jetzt etwa die Osterfeuer sind nicht immer ein Grund zur Freude. In Bönebüttel konnte die Feuerwehr einen Knickbrand noch rechtzeitig löschen.

Vor wenigen Tagen brannte es an einem Knick im Börringbaumer Weg in Bönebüttel lichterloh. Eine Mitarbeiterin von Bönebüttels Feuerwehrchef und Biobauer Dirk Kock-Rohwer hatte den brennenden Knick vom Trecker aus entdeckt und Alarm geschlagen. So konnte das entstandene Feuer schnell gelöscht werden. Jemand hatte Gartenabfälle am Knick entsorgte und angezündet.

„Ein Kavaliersdelikt ist das nicht“, sagt Bönebüttels Gemeindewehrführer Dirk Kock-Rohwer. In der Feldmark entsorgte blaue Säcke mit Gartenabfällen seien schon schlimm genug und selbst ausgeschüttete Gartenabfälle verstopften Straßengräben. Beim Anzünden allerdings höre es auf. Nicht nur im Hochsommer können Knicks und Felder schnell in Flammen stehen. Ausnahmen bilden bei offenen Feuern bestenfalls sogenannte Brauchtumsfeuer, wie das Biikebrennen im Februar oder die jetzt anstehenden Osterfeuer. Auch im eigenen Garten gilt inzwischen Selbstbeschränkung. Laub, Rasenschnitt und frischer Baum- und Strauchschnitt dürfen nach den abfallrechtlichen Bestimmungen grundsätzlich nicht verbrannt werden. Für kleine Lagerfeuer oder Feuerkörbe gilt trockenes Holz als vertretbar. Draußen in der Feldmark oder gar im Wald gelten besondere Regelungen.

So dürfen Landwirte etwa noch Knickbusch auf ihren Feldern verbrennen. „In der Regel findet heute allerdings eine Verwertung als Schreddergut statt“, sagt Kock-Rohwer. Und im Wald, auf Mooren und Heiden gelten besondere Bestimmungen. Hier ist nach der Landesverordnung zum Schutz dieser Flächen das Anzünden und Mitführen von Feuer oder offenem Licht sowie der Umgang mit brennenden oder glühenden Gegenständen in einem Abstand von weniger als 100 Metern verboten. Selbst das Rauchen im Freien ist dort in der Zeit vom 1. März bis 31. Oktober verboten. „Keine umweltgefährdenden Stoffe zu verbrennen und Feuer grundsätzlich nicht ohne Aufsicht zu lassen, sollte im Übrigen als selbstverständlich gelten“, sagt Bönebüttels Gemeindewehrführer. In Neumünster gibt es Hinweise zum Umgang mit Feuer auf www.neumuenster.de unter dem Stichwort: Umwelt-ABC.  



zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen