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Holsteinischer Courier

23. Oktober 2017 | 21:29 Uhr

Aukrug : Kneten, ausstechen, backen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Aukruger Landfrauen und die Kinder verwandelten die Kita in eine Weihnachtsbäckerei.

shz.de von
erstellt am 01.Dez.2013 | 10:00 Uhr

Für 115 Kinder wurde die Aukruger Kindertagesstätte im Ziegeleiweg zur Weihnachtsbäckerei. Voller Hingabe kneteten sie mit ihren Händchen den Teig, ließen ihrer Fantasie und Kreativität beim Ausstechen sowie Verzieren der Backwaren freien Lauf. Zehn Aukruger Landfrauen um die Vorsitzende Anne Delfs waren angerückt, um mit den Kindern zu backen.

„Als Kind hatte ich nicht so ein schönes Erlebnis. Wenn ich könnte, würde ich die Zeit zurückdrehen. Schön zu sehen, dass Backen für die Kinder ein sinnliches Erlebnis ist“, meinte Alexandra Schacht (43) mit einem Blick in die Runde. Als sie ihren Sohn Tobias (5) in die Kita brachte und von der Leiterin Heike Staben-Söth gefragt wurde, ob sie nicht Lust hätte zu helfen, sagte sie spontan zu. Mit allen Zutaten waren die Landfrauen zur Stelle, um sich mit den kleinen Zuckerbäckern ans Werk zu machen. Den Mürbeteig hatten sie schon fix und fertig vorbereitet, Nudelhölzer und Ausstechformen griffbereit auf die Tische gelegt, damit den in Gruppen aufgeteilten Kindern das Backen nicht zu lange dauert und die Kleinen womöglich die Lust verlieren.

„Wichtig ist es auch, dass man sich am besten auf einfache Rezepte und kleine Mengen beschränkt“, meinte Landfrau Irmgard Glüsing. Sie muss es wissen, denn zum Plätzchen- und Kuchenbacken in der Vorweihnachtszeit treten bei der 82-jährigen Dame jedes Jahr alle sechs Kinder, 20 Enkel und 21 Urenkel an. „Dann wird es schon mal eng. Doch das Backen hat bei mir nun einmal Tradition. Besonders beliebt sind in meiner Familie Plätzchen mit bunten Streuseln“, verriet Irmgard Glüsing.

Alle Landfrauen und helfenden Mütter gaben den Mädchen und Jungen Ratschläge. So klebt gekühlter Teig zwar weniger beim Ausrollen, ist für kleine Kinderarme aber schwerer zu handhaben. „Dann darf man nicht zu viel Mehl auf die Arbeitsfläche oder dem Nudelholz geben. So bleibt der Teig geschmeidiger“, erklärten die Landfrauen. Um Frust bei den Kindern zu vermeiden, hatten sie sich bei den Ausstechformen für Sterne, Herzen oder Tannenbäume entschieden. „Bei anspruchsvollen Formen, wie zum Beispiel Elchen mit schönen Geweihen, Fuchs und Eichhörnchen mit langem Schwanz, brechen die langen und schmalen Bereiche oft dann schon ab, wenn sie vom Tisch auf das Backblech gelegt werden“, erklärten die Landfrauen. Wer wollte, konnte auch den Teig zu einer Rolle formen, von der Scheibchen abgeschnitten und anschließend mit Zuckerguss sowie bunten Streuseln verziert wurden. Naschen war ausdrücklich erlaubt. Schließlich war jedes einzelne Plätzchen nach eingehender Begutachtung auf dem Backblech gelandet. „Der Ofen wird jetzt bis in den Nachmittag hinein glühen, und jeden Montag kommen bei den Adventsfeiern die Plätzchen auf den Tisch“, sagte Heike Staben-Söth. Doch so lange wollten die lütten Zuckerbäcker nicht warten. Als die ersten duftenden Kekse fertig waren, langten die Kita-Kinder schon zu.












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