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Holsteinischer Courier

20. August 2017 | 00:48 Uhr

Neumünster : Klinik Dr. Lehmann zieht ins FEK

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

An der Marienstraße 51 wird es bald keine medizinische Versorgung mehr geben.

Neumünster | Die Marke Dr. Lehmann bleibt erhalten – aber an der Marienstraße 51 sind die Tage der Not- und Unfallklinik und der Praxis des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) Dr. Lehmann gezählt. Das MVZ als chirurgische Facharztpraxis wird 2019 neue Räume am Sachsenring 26-28 beziehen. Die Lehmann-Klinik, die seit 2007 dem Friedrich-Ebert-Krankenhaus gehört, soll in das FEK integriert werden.

Die Prokuristin der Lehmann-Klinik, Susanne Reger, sprach auf Courier-Nachfrage von einer „Win-win-Situation für alle Partner“. Für die Belegärzte der Lehmann-Klinik bedeute das kurze Wege und die Nutzung der Infrastruktur im FEK. Das MVZ erhalte nagelneue Praxisräume. Das sieht auch Dr. Gerhard Schubert so, dem die MVZ-Praxis gemeinsam mit Dr. Ellen Kothe und Dr. Frank Supke gehört. Vierter Gesellschafter in der Praxis ist das FEK.

Und diese Verzahnung mit dem Krankenhaus und seinen Spezialisten ist für Schubert auch „das Zukunftskonzept. Wir können – wie in den USA – als Ärzte weiter ambulant behandeln und in der Klinik operieren, immer der gleiche Arzt.“ Die Vorteile dieses Modells hätten nicht nur die niedergelassenen Ärzte, sondern auch das Krankenhaus, das ambulant behandeln könne. Schubert: „Das Stichwort lautet: Behandlung aus einer Hand durch einen Arzt.“

Das Gebäude am Sachsenring 26-28 liegt direkt gegenüber vom FEK und gehört der Kock-Siedlung. Sie will es für das Medizinische Versorgungszentrum umbauen, denkt aber auch an weitere Mieter, etwa medizinische Dienstleister. „Der Bauantrag für den Umbau ist gestellt“, sagt Sven Hielscher, der Geschäftsführer der Kock-Siedlung. Das alte Wohngebäude mit den sehr großen Wohnungen sei nicht mehr marktgerecht gewesen und werde jetzt behindertengerecht erschlossen. Geplant sind ein Fahrstuhl und ein Anbau. Im Spätherbst hofft Hielscher, mit dem Bau beginnen zu können.

Das Medizinische Versorgungszentrum wird nach der Fertigstellung das komplette Erdgeschoss und den Anbau nutzen. In den beiden Obergeschossen und im Dachgeschoss stehen weitere 550 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. Denkbar seien dort Büros; auch neun Wohnungen sollen entstehen.

Sven Hielscher: „Für das Gesundheitsdienstleistungszentrum Neumünster ist das eine weitere Aufwertung.“

Anmerkung der Redaktion: Im gedruckten Courier ist irrtümlich vom Hansaring statt vom Sachenring die Rede; dies ist hier korrigiert.

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erstellt am 19.Jul.2017 | 11:10 Uhr

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