zur Navigation springen
Holsteinischer Courier

23. November 2017 | 16:07 Uhr

Grossenaspe : Kleine Störche sind geschlüpft

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Nachwuchs kann schon klappern. Die Eltern sind echte Eekholter und auch im Wildpark geboren.

von
erstellt am 03.Mai.2017 | 08:02 Uhr

Grossenaspe | Im Wildpark Eekholt sind nach 32 Tagen Brutzeit am 27. April zunächst drei junge Weißstörche geschlüpft, das vierte Storchenküken erblickte einen Tag später das Licht der Welt. Das Besondere ist, dass die Storcheneltern „echte Eekholter“ sind, sie selbst schlüpften im Jahr 1998 im Wildpark.

Zwei der vier Jungvögel werden einem brütenden Storchenpaar untergesetzt, das jedes Jahr nur unbefruchtete Eier hat. Dieser kleine Trick wird in der Regel gut angenommen, so dass auch diese Paare sich um Nachwuchs kümmern können, teilt der Wildpark mit.

Aktuell sind etwa 90 Prozent des Weißstorchbestandes vom Vorjahr zurückgekehrt, aufgrund des konstant heftigen Nordwestwindes hat sich die Ankunft der über die Ostroute (Türkei) ziehenden Störche teilweise erheblich verzögert. Einige Standorte sind noch verwaist, oder es wartet ein Rückkehrer sehnsüchtig auf seinen Partner. Es gibt aber auch Neubesiedelungen auf den Plätzen, die im vergangenen Jahr keinen Storchenbesatz hatten.

Im Wildpark Eekholt brüten außerdem vier Wildpaare, von denen die ersten drei Paare bald Junge haben werden. Beim vierten Paar hat der Storch lange auf seine Partnerin warten müssen, aber nachdem sie endlich angekommen ist, wird seit einer Woche auch hier gebrütet.

Bei den Gehegestörchen brüten neben dem Paar mit Jungen noch weitere drei Paare. Bis spätestens Mitte Mai muss ein Weißstorchpaar brüten, damit der Nachwuchs rechtzeitig für die Zugzeit Mitte August bereit ist.

Mit kleinen Fischen und Fleischbrei bieten die Tierpfleger des Wildparks drei Mal am Tag schnabelgerechtes Futter an, das von den Alttieren aufgenommen und an die Jungen verfüttert wird. Die Futtergabe wird in der nächsten Zeit auf vier bis fünf Mal täglich gesteigert, da der Nahrungsbedarf der Jungstörche stetig ansteigt und sie schnell wachsen müssen. Aus einem zarten Küken von anfangs 60 Gramm wird in nur sechs bis acht Wochen ein stattlicher Vogel mit einem Gewicht von bis zu vier Kilogramm.

Besonders niedlich ist es, dass die kleinen, flauschigen Storchenkinder bereits in den ersten Lebenstagen das Köpfchen zurücklegen und klappern. Da ihre Schnäbel aber ganz weich sind,
klingt das Klappern noch ganz zart. Die Jungen kommunizieren aber auf diese Weise mit den Altvögeln und bringen ihre Vitalität und auch den guten Appetit damit zum Ausdruck.

 




zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen