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Holsteinischer Courier

17. Oktober 2017 | 19:11 Uhr

Boostedt : Kleiderkammer sucht kleine Größen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Ehrenamtliche statt die Flüchtlinge mit Kleidung aus.

Boostedt | Die Kleiderstube des DRK-Ortsvereins Boostedt besteht bereits seit 30 Jahren. Eingerichtet ist sie heute in einem Container, der an der Straße Zum Bauhof steht. Dort verteilen unter anderem Anita Mehrens (74), Christel Steinhilb (70) und Lucia Andresen (75) seit vielen Jahren einmal wöchentlich Kleidung, die in den Schränken anderer überflüssig geworden ist, an Bedürftige.

Rund 5000 Teile gehen hier jährlich durch den Bestand. „Seit der Gründung gab es immer steigenden Bedarf an gut erhaltener Kleidung“, wusste Christel Steinhilb (70) zu erzählen, die praktisch von Anfang an dabei ist. Durchschnittlich sechs Kunden wurden hier bisher an jedem Öffnungstag bedient.

Doch mit der Einrichtung der Flüchtlingserstaufnahmestelle, die zum Ende des Jahres 500 Bewohner zählen soll, steigt der Bedarf beträchtlich. Denn die Kleiderstube des Ortsvereins unterstützt den in der Aufnahmestelle zuständigen Betreuungsverein des DRK Neumünster bei der Einkleidung der Ankommenden nach Kräften. „Wir nehmen hier die Sachen an. Wir sortieren sie und sorgen dafür, dass sie in die Ausgabestelle auf dem Gelände gelangen“, berichtete Anita Mehrens, die seit Wochen mehrmals wöchentlich in die Einrichtung fährt.
Gebraucht wird dort insbesondere Kleidung in kleinen Größen sowohl für Männer als auch für Frauen.

„Die Statur der Menschen ist in der Regel zierlich. Mit Größe 52 können wir deshalb dort nichts anfangen“, erläuterte sie den Bedarf. Benötigt werden ebenso Schuhe wie Sportschuhe (ebenfalls schmale, kleine Größen) sowie Baby- und Kinderkleidung. „Auch über intakte Kinderwagen, -betten und Karren würden wir uns freuen, denn unter den Flüchtlingen sind auch schwangere Frauen“, erklärte Mehrens.

Besonders wichtig ist dem DRK-Kleiderstuben-Team der gute Zustand der Kleidung. Die Sachen sollten gewaschen und heil sein. „Eigentlich ist das ja selbstverständlich. Doch wir haben das oft auch schon anders erlebt. Von zerrissenen Lumpen bis hin zu ungewaschenen Windeln hat hier schon alles vor der Tür gestanden“, erzählt Lucia Andresen.

Neben gut erhaltener Kleidung würden sich die Damen der Kleiderstube übrigens auch über verwertbare Stoff- und Wollreste sowie weiteres Handarbeitszubehör freuen. „Unter den Flüchtlingen gibt es viele Frauen, die nicht untätig sein wollen und denen es gut tun würde, wieder etwas um die Hand zu haben“, erklärten sie einhellig.

Die Boostedter Kleiderstube, Zum Bauhof, hat jeweils mittwochs in der Zeit 14.30 von 17 Uhr geöffnet. Weitere Informationen erhalten Interessierte zudem bei Anita Mehrens unter Tel. 0 43 93 / 17 15.  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 






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