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Klagrosch : Klaus-Groth-Schüler verdienen mit ihrer Firma echtes Geld

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

15 Elftklässler der Klaus-Groth-Schule haben eine Aktiengesellschaft gegründet und verkaufen Duschabzieher

Neumünster | Wie lernt man Wirtschaft am besten kennen? In der Praxis! 15 Elftklässler der Klaus-Groth-Schule haben deshalb mit Unterstützung des Junior-Projekts vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln ihr eigenes Schülerunternehmen gegründet.

Das heißt Klagrosch, stellt handgefertigte Duschabzieher her, und die Gymnasiasten verdienen damit richtiges Geld. Die Abzieher werden zum Preis von 8,99 Euro verkauft. „Wir hatten zunächst nicht die richtige Geschäftsidee, haben uns aber von anderen Schülerfirmen inspirieren lassen“, verrät Felix J. Hartung. Der ursprüngliche Plan, die Duschabzieher aus ausgedienten Autoscheibenwischern herzustellen, funktionierte nicht. „Gebraucht sind die Wischerblätter zu spröde“, sagt Hartung. So wurde aus Recycling ein „Upcycling“ – neue Wischer wurden für den neuen Einsatzzweck umgebaut.

„Wir nehmen Heckwischer, die sind kürzer und für unseren Zweck besser“, verrät Jannik Reinke. Jeder Wischer bekommt in Handarbeit einen Griff, der aus einem handelsüblichen Holzstiel herausgesägt, verleimt und mit dem Wischer verschraubt wird. „Da Holz aufquellen kann, sind die Griffe noch lackiert“, sagt Felix Hartung.

Auf der Visitenkarte des 17-Jährigen ist sein Posten aufgeführt: Vorstandsvorsitzender. Die Schülerfirma ist eine Aktiengesellschaft mit 15 Mitarbeitern. Jeder hat seine eigene Aufgabe in den Abteilungen, etwa Produktion, Finanzen, Marketing oder Vertrieb. „Wir haben aktuell 16 Anteilseigner, die je eine Aktie zu zehn Euro gezeichnet haben“, erläutert Finanzvorstand Leander Kemme. Mit dem Geld wurde das Material eingekauft und Werbung geschaltet.

Als gute Werbeaktion nennt Yaren Gücer aus der Marketingabteilung den Verkaufsstand am Tag der offenen Tür. „Wir haben mit https://m.facebook.com/KlaGroSch eine eigene Facebookseite und schalten Kleinanzeigen bei Ebay“, sagt Madita Grell. Wie bei jeder AG gibt es auch einen Aufsichtsrat. Das ist der Part ihrer Lehrerin Gesine Beyenbach. Sie verrät: „Die Firma ist übers Institut der deutschen Wirtschaft angemeldet. Sie wurde geprüft, auch ob es schon Patente gibt – und wir zahlen Steuern und Sozialabgaben.“

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erstellt am 18.Mai.2017 | 08:45 Uhr

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