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Autoausstellung : Klassiker aus vielen Jahrzehnten

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Am Wochenende dominierten wunderschöne alte Autos das Gelände der Holstenhallen. 11 000 Besucher interessierten sich dafür.

shz.de von
erstellt am 31.Aug.2015 | 08:30 Uhr

Neumünster | Den Freunden von gut gepflegten Old- und Youngtimern ging am Wochenende in und vor den Holstenhallen das Herz auf. Die Besitzer mehr oder weniger seltener Fahrzeuge folgten dem Ruf der dritten Auflage der Klassiker-Tage, und gut 11 000 Besucher ließen sich das nicht entgehen – mehr als im Vorjahr.

Hunderte Besucher fuhren mit ihrem Auto auf die Rampe, um es von dem personifizierten Autolexikon Georg Meyering vorstellen zu lassen. Meyering weiß über jedes Auto, das um die Ecke kommt, aus dem Effeff die Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte zu erzählen. Dabei überrascht er nicht selten noch den Besitzer mit Fakten über sein Fahrzeug. „Sein Wissen ist wirklich beeindruckend. Ich habe viel Neues über mein Auto erfahren“, sagte Christoph Brunner, der mit seiner Frau Cornelia im Fiat 124 Sport Spider aus Itzstedt vorbeigefahren kam. „Es ist einfach toll hier. Ich habe einen schönen Jaguar E-Type gesehen. Und die vielen amerikanischen Modelle haben es mir angetan“, schwärmte Brunner.

Zwei schöne Amerikaner hatte beispielsweise Gert Lohse aus Lilienthal mitgebracht: zwei Ford A. „Mir haben es insbesondere Fahrzeuge aus den USA der 30er-Jahre angetan. Nicht, weil ich ein Amerika-Freund bin, sondern weil man einfach Teile bekommt, ohne dafür einen Heidengeld zahlen zu müssen“, sagte Lohse. Der Ford A sei in den USA der Volkswagen seiner Zeit gewesen. „Wenn ich ein Ersatzteil dafür brauche, dauert es kaum fünf Tage, dann bekomme ich sie direkt aus den USA“, verriet er. Ein Modell hat er vor 40 Jahren restauriert, das zweite hat er vor nicht allzu langer Zeit bei Ebay ersteigert. Gert Lohse betrieb ein Veteranenmuseum in Lilienthal, das derzeit in Trenthorst neu aufgebaut wird.

Ein besonderes Exemplar aus sowjetischen Gefilden stellte Siegfried Müller aus Bad Bramstedt mit seinem Moskwitsch, Baujahr 1948, zur Schau. „Den habe ich vor fünf Jahren erstehen können. Der war völlig Schrott, aber auf dem alten Kennzeichen stand damals eine ‚22‘ – eine Zahl, mit der ich persönlich sehr viel verbinde. Das war Anlass für mich, das Auto zu kaufen“, erzählte er. Drei Jahre lang arbeitete er an seinem Auto. „Ich bin längst vom Oldtimer-Virus infiziert. Ich besitze unter anderem noch einen R4 CV. Das ist der erste Renault nach dem Kieg“, verriet er.

Aus Ellerdorf kam Thomas Pries mit seinem 79er Peugeot 504 Cabrio. „Es war immer ein Traum von mir, einen Oldtimer zu besitzen. Aber so ein Auto ist auch eine Dauerbaustelle. Dieses hier habe ich 2014 auf einem Schrottplatz entdeckt und gekauft“, verriet Pries.

Dirk Iwersen, Geschäftsführer der Holstenhallen, war sehr zufrieden. „Man sah sehr viele strahlende Gesichter. Und viele Aussteller haben gleich wieder für 2016 gebucht.“

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