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Bordesholm : Klarinettisten spielten „Musik wie Champagner“

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Schüler von Sabine Meyer und Reiner Wehle waren in der Klosterkirche zu Gast.

Bordesholm | Eine Hitparade des 18. Jahrhunderts und spannende Einblicke in die Moderne zelebrierten sechs fantastische Nachwuchskünstler beim fünften Frühjahrskonzert in der Bordesholmer Klosterkirche. Sabine Meyer und Reiner Wehle, selbst Meister an der Klarinette, präsentierten ihre besten Schüler auf dem Instrument. „Mozart und Moderne“ war das abwechslungsreiche Programm betitelt.

Kam das „Adagio B-Dur KV 411“ des Salzburgers noch sehr bedächtig daher, glänzten Julia Puls und Liana Leßmann gleich danach mit einem unkonventionellen Carl Philip Emanuel Bach. Dessen „Duo C-Dur Wq.142 für zwei Klarinetten“ ließ mit seiner Beschwingtheit und Leichtigkeit frühe Entstehungszeit schlicht vergessen. Klasse war auch die Darbietung von Baoshi Wang , der in der stark an Bela Bartok erinnernden „Sonate für Klarinette solo“ des Rumänen Tiberiu Olah mit quasi hingeworfenen Melodiefetzen und vielen rhythmischen Wendungen auch bei geschulten Konzertohren für positive Irritationen sorgte. Sabine Meyer und Reiner Wehle ließen ihren Schützlingen sowohl bei den „Drei Arien aus Don Giovanni“ und dem „Quintett B-Dur“ freien Lauf, gaben Linda Gulyas, Maximilian Breinich und Roman Gerber lediglich musikalischen Geleitschutz, den diese Super-Talente nicht mehr brauchen.

„Das ist Musik wie Champagner“, meinte Reiner Wehle in seiner Einführung zu einer Sonate von Francis Poulenc, prickelnd und perlend von Roman Gerber und Linda Gulyas gespielt. Gerne nahmen die 400 Besucher in der Kirche davon einen kräftigen Schluck.

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erstellt am 27.Mai.2014 | 07:15 Uhr

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