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Angespannte Lage : Kitas fehlen Sozial- und Gruppenräume

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Jugendhilfeausschuss debattiert morgen über den gestiegenen Raumbedarf. Die Ausstattung entspricht nicht mehr den gesetzlichen Vorgaben.

von
erstellt am 07.Apr.2014 | 12:00 Uhr

Die Platznot in Neumünsters Kindertagesstätten wächst: In den Kitas Haartallee, Schubertstraße und Gartenstadt fehlen Sozial- und Wirtschaftsräume oder sind viel zu klein, um auf Dauer einen reibungslosen Betrieb gewährleisten zu können. Zu diesem Ergebnis kommt die Sozialverwaltung der Stadt bei der Vorbereitung des neuen Raumbedarfsplans. Die Verwaltung sieht dringenden Bedarf für An- und Ausbauten.

So teilen sich in der Kita Haartallee 21 weibliche Beschäftigte einen 18 Quadratmeter großen Sozialraum als Ruhe- und Arbeitsraum, der aber auch als Therapieraum und Elternsprechzimmer genutzt wird. Als Personaltoilette steht eine Erwachsenen-Toilette zur Verfügung. Für erwachsene Besucher ist keine Toilette vorhanden. Ähnlich eng ist es in der Schubertstraße. Teilweise entspreche die Ausstattung nicht mehr den Bestimmungen der Arbeitsstättenverordnung, heißt es aus der Verwaltung.

In der Kita Gartenstadt wird die komplette Mittagsverpflegung für 75 Kinder aus einer 10 Quadratmeter großen Küche abgewickelt, die gleichzeitig als Geschirr- und Lebensmittellager dient.

Die angespannte Raumsituation ist dabei zumindest zum Teil auch der Verpflichtung der Stadt geschuldet, unter dreijährigen Kindern seit August vergangenen Jahres einen festen Betreuungsplatz anbieten zu müssen. Um dem Rechtsanspruch gerecht zu werden, waren an den Kitas kurzfristig bestehende Sozialräume in Gruppenräume umgewandelt worden. Um die Situation zu entspannen, erwägt die Stadt für die Gartenstadt einen kompletten Kita-Neubau oder die Auslagerung von Kita Gruppen in andere Einrichtungen.

Bereits seit längerem bekannt ist, dass auch die Kita Bollbrück wegen erheblicher Baumängel mittelfristig durch einen Neubau ersetzt werden muss.

Wie die Stadt der Raumnot in den Kitas beikommen will, will Sozialdezernent Günter Humpe-Waßmuth am morgigen Dienstag, 8. April, im Jugendhilfeausschuss erläutern. Die öffentliche Sitzung beginnt um 18 Uhr in den Räumen des Kinderschutzbundes an der Brachenfelder Straße 8.

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