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Holsteinischer Courier

23. Oktober 2017 | 12:44 Uhr

Boostedt : Kita soll im Bergheim Platz finden

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Ausschuss präsentiert Lösungen für fehlende Plätze.

Boostedt | Container, Seniorenheim und Fortbildungsstätte: In Sachen der fehlenden Plätze in der Kindertagesstätte (Kita) stellte der Boostedter Ausschuss für Jugend, Sport, Senioren und Soziales am Dienstag rund 40 Eltern mehrere Lösungen vor.

Als kurzfristige Lösung ziehen Ausschussmitglieder und auch Eltern die Anmietung von Räumlichkeiten im Seniorenpflegeheim Bergheim, Bergstraße 1, vor, das von der Paritätischen Pflege Schleswig-Holstein betrieben wird. „Die angebotenen Räume liegen separat zum Pflegebereich und haben einen eigenen Zugang. Vorhanden sind ebenfalls ein kleines Außengelände sowie sanitäre Anlagen. Die Nutzung wäre zum Start des Kindergartenjahres am 1. August möglich“, erläuterte der Ausschussvorsitzende Hans-Heinrich Duggen (SPD). „Die Räume sind hell und freundlich. Geeignet wären sie sowohl für eine Krippen- als auch für eine Elementargruppe. Für ein bis zwei Jahre wäre das eine gute Lösung“, erklärte auch die stellvertretende Leiterin der Kindertagesstätte, Nadja Christophersen. Dieser Lösung zustimmen müsste jetzt unter anderem noch die Pflegekasse. Im Ausschuss rechnete man sich dazu jedoch gute Chancen aus.

Wohl vom Tisch ist damit die von der CDU beantragte Containerlösung auf dem Gelände des vor Kurzem abgerissenen Kuras-Gebäudes am Dorfring. „Wenn wir eine Lösung in einem festen Haus hinbekommen, sollten wir diese in jedem Fall vorziehen“, sagte Fraktionssprecher Wolfgang Brückner. Gegen diese Alternative hatte sich ebenfalls der stellvertretenden Wehrführer Tobias Rohwedder ausgesprochen. „Die direkte Nachbarschaft von Feuerwehr und Kindergarten birgt schon jetzt erhebliche Gefahren“, erklärte er.

Langfristig als zweite Kindertagesstätte bleibt auch die ehemalige Fortbildungsstätte der Bundeswehr an der Von-dem-Borne-Straße in der Diskussion (der Courier berichtete). Per Beschluss wurde der Bürgermeister beauftragt, sich weiterhin um das Gebäude zu bemühen. Weiterhin wurde beschlossen, dass andere Standorte geprüft werden sollen. Auch ein Neubau wurde dabei nicht ausgeschlossen. Eröffnet werden soll eine zweite Kita jedoch in jedem Fall zum 1. August 2017.

Beschlossen wurde ebenfalls die Einrichtung einer zweiten Waldgruppe. „Boostedter Bürger haben uns dazu sowohl geeignete Waldstücke als auch schon einen Bauwagen angeboten“, berichtete Christophersen. Zu den Kosten rechnete Dietmar Borsch als Vertreter der Kirchengemeinde (Träger) vor, dass die Gemeinde mit Investitionsmitteln in Höhe von 10 000 Euro und anteiligen Personalkosten von rund 30 000 Euro rechnen müsse.

„Eine Lösung zeichnet sich auch in der Frage der Sommerferienbetreuung ab (der Courier berichtete). Der Kreis steht als verantwortliche Behörde jetzt in Kontakt mit der Kirchengemeinde“, gab Duggen bekannt.  



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