Volkshaus : Kita-Rasen gleicht einem Hundeklo

Tretminen auf dem Rasen des Volkshauses: Arian (3, von links), seine Mutter Romina Dongowsky, Andrea Goebel und ihre Enkelin Anna Laura Duske (3) ärgern sich über die Hinterlassenschaften. Gedankenlose Hundebesitzer lassen sie einfach liegen.
Tretminen auf dem Rasen des Volkshauses: Arian (3, von links), seine Mutter Romina Dongowsky, Andrea Goebel und ihre Enkelin Anna Laura Duske (3) ärgern sich über die Hinterlassenschaften. Gedankenlose Hundebesitzer lassen sie einfach liegen.

Eltern und Erzieher ärgern sich über Hundehalter, die ihre Tiere frei laufen und deren Haufen einfach liegen lassen

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20. April 2016, 11:00 Uhr

Neumünster | Romina Dongowsky (31) und andere Mütter sind genervt und sauer auf gedankenlose Hundehalter, die ihre Tiere auf dem Gelände der Kita Tungendorf am Volkshaus ihr Geschäft erledigen lassen. „Überall liegen Hundehaufen verteilt. Es vergeht kaum eine Woche, in der ich nicht mindestens ein Paar von Arians Schuhen vom Hundekot säubern muss“, sagt Romina Dongowsky mit Blick auf ihren dreijährigen Sohn.

Vielen Hundebesitzern ist es offenbar gleichgültig, dass dort Kinder spielen. Wenn man die Halter anspreche, gebe es nur Ausreden nach dem Motto: „Mein Hund ist das nicht gewesen.“ Einige Halter ließen ihre Tiere auch frei laufen. „Viele Kinder haben Angst vor Hunden. Das kann gefährlich werden“, sagt Romina Dongowsky. Die Kita-Leiterin Bärbel Schmidt-Holländer sieht nicht so sehr die „Tretminen“ als Problem, sondern die freilaufenden Hunde. „Es gibt Kinder, die schlechte Erfahrungen mit Hunden gemacht haben und richtig Angst haben. Deshalb appellieren wir: Hunde an die Leine und den Schietbeutel nicht vergessen“, sagt sie.

Das Problem am Volkshaus: Der Kita-Bereich ist bis auf den Spielplatz nicht abgezäunt, und die Grünfläche am Volkshaus ist ein beliebter Treff. „Unsere Kinder sprechen die Besucher auf ihrer Fußballwiese an und werden leider oft nicht ernst genommen. Das ist schon traurig“, sagt die stellvertretende Kita-Leiterin Ulrike Roselt. Viel wäre schon geholfen, wenn die Hundebesitzer mehr Rücksicht auf die Kinder nähmen. Andrea Goebel ist selbst Hundehalterin und holt mit Labradorhündin Paula ihre Enkelin Anna Laura Duske (3) aus der Kita ab. Sie kann den Unmut der Eltern und der Kita-Erzieher verstehen. „Ein Hund ohne Leine, das geht gar nicht. Paula ist immer angeleint, und eine Tüte für den Hundehaufen habe ich auch immer dabei“, sagt Andrea Goebel. Nicht nur in Tungendorf, sondern in der ganzen Stadt gelte die Leinenpflicht.

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