Kita-Kinder lernten auf der Straße

Verkehrserziehung auf der Straße: Nachdem sie genau nach links und rechts geschaut hatten, überquerten die Kinder der Kita Haartallee gemeinsam mit ihrem Praktikanten Julian Jessen den Waschpohl. Mit ihren leuchtend-orangefarbenen Westen waren die Kleinen gut zu sehen. Foto: moritzen
Verkehrserziehung auf der Straße: Nachdem sie genau nach links und rechts geschaut hatten, überquerten die Kinder der Kita Haartallee gemeinsam mit ihrem Praktikanten Julian Jessen den Waschpohl. Mit ihren leuchtend-orangefarbenen Westen waren die Kleinen gut zu sehen. Foto: moritzen

Lehrreicher Spaziergang der Kita Haartallee / Lehrgang für Erzieher soll Verkehrserziehung zu den Kleinsten bringen

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01. April 2011, 08:26 Uhr

Neumünster | "Wie bei der Feuerwehr", meint ein Mädchen und betrachtet stolz ihre neue leuchtend orangene Weste. "Oder wie ein Bauarbeiter", erklärt ein Junge. Dann fassen sich die Beiden an die Hände und reihen sich in die Gruppe ungeduldiger Kinder ein: 25 Kinder der Kita Haartallee im Alter zwischen drei und sechs Jahren machten sich mit ihren Erziehern auf einen ganz besonderen Spaziergang. Auf ihrem Weg von der Außenstelle an der Gartenstraße zur Haupt-Kita an der Haartallee lernten sie viel über das richtige Verhalten im Straßenverkehr. Sie betrachteten Schilder an der Wittorfer Straße, warteten am Rathaus an der Ampel auf Grün und überquerten auch gemeinsam Straßen.

Der Wichtigste in der Gruppe war Praktikant Julian Jessen, der im Rahmen seiner Ausbildung an der Elly-Heuss-Knapp-Schule gerade einen Kursus absolviert hat. Dort hat er von Hubert Dorka, Moderator der Landesverkehrswacht Schleswig-Holstein, gelernt, wie man kleine Kinder auf den Straßenverkehr vorbereitet. "Verkehrssicherheitsarbeit im Elementarbereich" heißt dieses Programm, das seit 20 Jahren von der Unfallkasse Nord gefördert wird. 6500 Euro lässt sich die Unfallkasse die Sicherheit der Kleinsten landesweit jährlich kosten.

"Knapp 200 Kinder verunglückten in Schleswig-Holstein im Jahr 2009 auf dem Weg zu ihrer Tageseinrichtung. Ziel ist es, die Zahl der verunglückten Kita-Kinder weiter zu senken", sagt Klaudia Gottheit, Pressesprecherin der Unfallkasse Nord. "Jede Kita sollte mindestens einen Erzieher haben, der in dieser Thematik geschult ist", erklärt Thorsten Vent, Präventionsexperte der Unfallkasse. Die Kinder der Kita-Haartallee sind auf jeden Fall begeistert. Sie haben schon viel gelernt und wollen noch sehr viel mehr wissen - Hauptsache, sie können die orangenen Westen anziehen.

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