Kita-Gebühren sollen nicht so stark steigen

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13. Februar 2015, 15:34 Uhr

Die Ratsversammlung hat sich auf ihrer Sitzung am Dienstag auf Antrag der Grünen einstimmig dafür ausgesprochen, bei den Elternbeiträgen zu den Kita-Kosten einen Deckungsgrad von 11 Prozent der Kosten anzustreben. Die Verwaltung hatte 12 Prozent vorgeschlagen. Das wollte zunächst auch die CDU, schloss sich dann aber den anderen Parteien an.

Thorsten Klimm (SPD) warnte als Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses vor einer „finanzpolitischen Milchmädchenrechnung“. Schon jetzt können 52 Prozent der Eltern nicht die Kita-Gebühren voll, sondern nur anteilig nach der Sozialstaffel zahlen. Drei von vier Eltern in der Sozialstaffel zahlen gar keine Kita-Beiträge. Die Argumentation: Wenn die Stadt jetzt die Gebühren anhebt, fallen noch mehr Eltern in diese Kategorie. Unter dem Strich bleiben dann weniger Einnahmen für die Stadt.

Hans Heinrich Voigt von den Grünen nannte eine neue Satzung überfällig. Die strukturellen Veränderungen seien von der Verwaltung auch gut eingearbeitet. „Die Kostenrechnung ist aber nicht nachvollziehbar“, sagte Voigt. Eigentlich sollte die Kita sogar ganz kostenfrei sein. Eine schöne Vorstellung, „aber Neumünster kann sich das nicht leisten“, sagte CDU-Finanzexperte Hauke Hahn.

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