Mühbrook : Kita-Eltern haben weniger Mitspracherecht

In Zukunft wird ein Beirat die Bewerber begutachten, wenn die Kita Mühbrook neue Erzieher einstellt.
In Zukunft wird ein Beirat die Bewerber begutachten, wenn die Kita Mühbrook neue Erzieher einstellt.

In Zukunft werden die Eltern bei der Einstellung des Kita-Personals in Mühbrook nicht mehr mitwirken.

shz.de von
21. August 2015, 11:15 Uhr

Mühbrook | In Zukunft werden die Eltern bei der Einstellung des Kita-Personals in Mühbrook nicht mehr mitwirken. Das haben die Gemeindevertreter am Mittwochabend einstimmig während ihrer Sitzung beschlossen. Die geänderte Satzung der kommunalen Kindertagesstätte Mühbrook sieht nun vor, dass ein Beirat die Bewerber zum Vorstellungsgespräch einlädt.

Den Grund für die Änderung erklärte Bürgermeister Wulf Klüver (KWG): „Wir haben uns von einem Kindergarten auf Elterninitiative zu einem großen, kommunalen Betrieb entwickelt. Wir arbeiten mit den anderen Kommunen zusammen und möchten uns im Amt mit einer Standardsatzung angleichen.“ Den Beirat bilden Wulf Klüver und die Gemeindevertreterin Maren Cord. Bisher waren Elternvertreter bei der Auswahl der Betreuer für ihre Kinder dabei. Über eine Einstellung entscheidet letztlich die Gemeindevertretung.

Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung betraf ebenfalls die Einrichtung an der Dorfstraße. Einstimmig beschlossen die Ortspolitiker eine weitere Satzungsänderung, derzufolge nun auch die Mühbrooker Kita-Eltern ihre gezahlten Beiträge für die Streikzeit rückwirkend ab 1. Mai erstattet bekommen. Auch künftig wird die Gemeinde Mühbrook, wie bereits in den meisten Gemeinden des Amtes Bordesholm üblich, Gebühren bei Streik-Schließungen nach dem fünften Tage erstatten. „Das Kita-Personal wird aus der Streikkasse bezahlt. Wir wollen uns nicht am Streik und den damit verbundenen Schwierigkeiten für die Eltern bereichern“, erklärte der Bürgermeister.

Weiterhin teilte Wulf Klüver mit, dass die im vergangenen Jahr begonnene Kanalsanierung beendet ist und günstiger ausfällt als geschätzt: „Ohne einen Kredit aufnehmen zu müssen, hatten wir 170  000 Euro eingeplant. Erfreulicherweise liegen die Kosten jetzt aber rund 35  000 Euro darunter. Damit wird sich die zu erwartende Rücklage am Jahresende auf 530  000 Euro belaufen.“

Erfreulich sei ebenfalls das Ergebnis der Wasserproben, die Ende Juli aus der Mühbrooker Bucht des Einfelder Sees entnommen wurden und unbedenklichen Badespaß zulassen. „Wir haben eine ausgezeichnete Wasserqualität“, freute sich der Bürgermeister. Außerdem stellte er eine kurze Einwohnerstatistik vor. Die letzte Zählung aus dem Juli ergab eine Einwohnerzahl von 532 Menschen, unter den 519 Deutschen sind 264 Frauen und 255 Männer. 13 Ausländer leben in der kleinen Gemeinde.

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