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Leistungssportlerin aus Neumünster : Kirsten Bruhn hat 50 Umzugskartons gepackt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Neuanfang mit Hindernissen: Die Leistungssportlerin und mehrfache Paralympics-Siegerin Kirsten Bruhn zieht von Neumünster nach Berlin. Die neue Wohnung ist noch nicht fertig.

Neumünster | Dass Kirsten Bruhn ihrer Heimat den Rücken kehrt und in Berlin mit ihrem Lebensgefährten Phillip Semechin neue Wurzeln schlagen will, ist längst kein Geheimnis mehr. Und plötzlich geht es ganz schnell – aber nicht unproblematisch. Die Leistungssportlerin und mehrfache Paralympics-Siegerin zieht nach Berlin-Weißensee, Ortsteil Hohenschönhausen. „Dort wird ein Mehrfamilienhaus neu gebaut, in dem wir eine 112 Quadratmeter große Wohnung beziehen“, sagte sie.

Gestern Morgen um 8 Uhr fuhr ein großer Umzugstransporter vor ihrer Wohnung an der Straße Lüttdörp in Wasbek vor. Kirsten Bruhn hatte schon das Nötigste vorbereitet. „Ich habe 50 Kartons gepackt“, erzählte sie. Am schwersten sei der Karton gewesen, in dem die Ausnahmeschwimmerin alle ihre Preise und Pokale verstaut hat. Für die erfahrenen Umzugspacker Jens Möller, Stefan Koch und Ronny Filbrich war es aber keine besondere Herausforderung, die vier Räume, Küche und Bad in Wasbek auszuräumen und das Mobiliar ruckzuck im Laster zu verstauen.

Damit sich die Männer zwischendurch stärken konnten, wurden sie von Kirstens Vater Manfred Bruhn mit Kaffee und frisch belegten Brötchen versorgt. „Ich gehe mit mehr als nur einem weinenden Auge von hier weg. Ich hatte aber noch gar keine Zeit, traurig zu sein. Das wird erst noch kommen“, sagte Kirsten Bruhn. Den Umzug vom beschaulichen Wasbek in die große Hauptstadt sieht sie mit Respekt. „Das wird definitiv ein kleiner Kulturschock“, so die Sportlerin.

Allerdings ging der Umzug nicht ganz so reibungslos über die Bühne, wie er geplant war. Die Hiobsbotschaft kam vor 14 Tagen. „Vor zwei Wochen haben wir erfahren, dass der Architekt mehr Zeit braucht und wir nicht am 1. Februar einziehen können. Er hat uns das im Vorfeld leider nicht kommuniziert“, erzählte sie. So fuhr der Umzugstransporter gestern nicht wie geplant direkt nach Berlin-Weißensee; das Hab und Gut der Leistungssportlerin wird stattdessen vorerst eingelagert.

Bis ein endgültiger Termin feststeht, wohnt sie jetzt bei ihren Eltern in Wittorf oder bei ihrem Freund in Berlin. „Darum habe ich auch noch kein einziges Kleidungsstück eingepackt“, sagte Kirsten Bruhn. Im März steht für die Erfolgsschwimmerin auch noch ein Trainingslager an, um sich auf Wettkämpfe vorzubereiten. „Schön wäre es, wenn wir den Umzug Mitte oder Ende März über die Bühne bekommen würden“, sagte sie.

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erstellt am 01.Feb.2014 | 11:10 Uhr

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