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Holsteinischer Courier

23. Juli 2017 | 04:50 Uhr

Einfeld : Kirchenheim ist bald Geschichte

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Wobau stellte im Stadtteilbeirat Einfeld Pläne für den Neubau am Seekamp vor. An der Uferstraße ist eine barrierefreie Angelstelle geplant

Neumünster | Die Idee, am Einfelder See eine barrierefreie Angelstelle einzurichten, liegt schon etwas länger in der Schublade. Doch jetzt könnte das Vorhaben konkreter werden. Sabine Hübner vom Landesfischereiverband stellte das Projekt am Dienstag im Stadtteilbeirat Einfeld vor.

Vorgesehen ist ein Platz an der Uferstraße. „Die Aktion Mensch unterstützt den Bau eines Muster-Angelplatzes mit 5000 Euro – und der soll in Neumünster am Einfelder See entstehen“, sagte Sabine Hübner. Ein Parkplatz ist an der Stelle schon vorhanden. Für die Zuwegung zur Angelstelle seien aber noch weitere Sponsoren nötig.

Einer davon könnte die städtische Wobau werden. Wobau-Geschäftsführer Uwe Honsberg signalisierte einen wohlwollende Prüfung. Der Stadtteilbeirat begrüßt das ganze Projekt.

Gekommen war Wobau-Chef Honsberg jedoch nicht wegen der Angelstelle, sondern um mit Julian Maurer vom Architekturbüro Czerner und Göttsch den etwa 70 interessierten Zuhörern die Neubaupläne am Seekamp vorzustellen. Die Wobau plant dort exklusive Wohnungen. Das frühere Kirchenkreisjugendheim wird dafür zurzeit abgerissen. Der Stadtteilbeiratsvorsitzende Sven Radestock begrüßte die Information, dass je Wohnung zwei Pkw-Stellplätze vorgesehen sind und die Dächer begrünt werden sollen. „Mein Eindruck lautet: Das Bild am See wird sich ändern, aber es gibt nicht den Riesen-Oschi, den wir anfangs befürchtet haben“, sagte Radestock.

Gebaut werden darf bald auch auf den Hinterlandgrundstücken zwischen Mecklenburger Weg und Enenvelde. Katrin Loescher-Samel vom Fachdienst Stadtplanung erläuterte die vorgesehenen Änderungen des Bebauungsplans 213, die mit dem Aufstellungsbeschluss Anfang Juni im Planungs- und Umweltausschuss schon die erste Hürde genommen hatten. Die Beiratssitzung diente zugleich der in der Bauleitplanung vorgeschriebenen frühzeitigen Bürgerbeteiligung.

Auch die Parksituation an Uferstraße und Seekamp war einmal mehr Thema im Stadtteilbeirat. Er bittet die Verwaltung, die Rasenfläche an der Dorfbucht vor parkenden Autos zu schützen. Man könne „die vorhandenen Steinpoller mit dekorativen Tauen oder Ketten verbinden“, heißt es in der Anregung. Das hatte die Stadt bisher mit der Begründung abgelehnt, dadurch ginge der freie Blick auf den See verloren. Dem entgegnet der Stadtteilbeirat: „Von diesem freien Blick kann bereits seit Monaten keine Rede mehr sein. Eine lange Reihe parkender Autos gehört zum Alltag, seit in der Uferstraße gebaut wird.“

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erstellt am 06.Jul.2017 | 09:00 Uhr

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