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Halloween und Reformationstag : Kirchen in Aktion, Polizei auf der Hut

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Gemeinden feiern mit Veranstaltungen und dem Projekt „Auf Luthers Spuren“. Die Polizei warnt vor Überheblichkeit am Abend.

Neumünster | Es sind zwei Feste, die nicht wirklich zusammenpassen: Am heutigen 31. Oktober erinnern sich die evangelischen Christen beim Reformationstag an Martin Luther, der 1517 seine 95 Thesen zu Ablass und Buße an die Schlosskirche zu Wittenberg anschlug. Gleichzeitig feiern vor allem Kinder und Jugendliche das Gruselfest Halloween.

Die Kreuzgemeinde am Prehnsfelder Weg 1 läutet um 15.17 Uhr (in Gedenken an das Jahr 1517) die Kreuz-Kirchen-Köste mit 95 Glockenschlägen ein. Zwischen 15.30 Uhr und 17 Uhr treffen die Besucher auf Luther, Katharina von Bora und andere Zeitzeugen. Sie geben Einblicke in Luthers Leben, setzen sich mit dem Ablass auseinander und zeigen Spiele aus der Kindheit des Reformators. Wer will, kann Laternen basteln, Bogen schießen oder sich schminken lassen. Um 17 Uhr gibt es eine kurze Andacht, ehe um 17.30 Uhr der Laterne-Lauf beginnt. Für das leibliche Wohl ist mit mittelalterlicher Suppe, Bratwürstchen, Stockbrot und Lutherbier im Lutherbecher gesorgt.

Die Vicelingemeinde lädt um 18 Uhr unter dem Motto „Erlösung – für Geld nicht zu haben“ zum Reformationsgottesdienst mit Abendmahl. Musikalisch umrahmt wird die Feier vom Bach-Chor.

Insgesamt 27 Kirchengemeinden im Kirchenkreis Altholstein beteiligen sich an dem Projekt „Auf den Spuren Martin Luthers“. Mit dabei ist unter anderem die Christuskirche Einfeld, in der heute von 8 bis 11.15 Uhr zwei 4. Klassen das Programm gestalten, und die Versöhnungskirchengemeinde Gartenstadt, in der ab 8 Uhr drei Klassen der Gartenstadtschule ein Spiel gestalten. Am Nachmittag gibt es dort auch das „Lutherlaufen“ für Kinder und Jugendliche.

Am Abend werden dann wieder viele gruselige Gestalten durch die Stadt ziehen. Die Polizei ist laut Sprecher Sönke Hinrichs „sensibilisiert“ und appelliert an die Vernunft. „Wir sind keine Spielverderber, aber der Spaß hört da auf, wo andere geschädigt werden“, sagt er. Szenen wie in Frankreich, wo als Clowns Verkleidete mit Motorsägen und Schlagstöcken für Schrecken sorgen, erwartet er nicht. Aber: „Wir kommen, wenn wir gerufen werden und überprüfen jede Handlung, ob sie strafrechtlich relevant ist.“

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erstellt am 31.Okt.2014 | 11:30 Uhr

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