Themensynode : Kirche für alle: Synode stellt sich neuen Familienformen

Familie ist da, wo Kinder sind: Im Anscharkindergarten „übten“ Propst Kurt Riecke (links) und der stellvertretende Synodenpräses Horst Kunow gestern schon einmal für die Familiensynode am 9. März. Nancy (5, von links), Chantal (6), Maik (5) und Janne (5) aus der Arche-Noah-Gruppe schien die Spielstunde zu gefallen.
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Familie ist da, wo Kinder sind: Im Anscharkindergarten „übten“ Propst Kurt Riecke (links) und der stellvertretende Synodenpräses Horst Kunow gestern schon einmal für die Familiensynode am 9. März. Nancy (5, von links), Chantal (6), Maik (5) und Janne (5) aus der Arche-Noah-Gruppe schien die Spielstunde zu gefallen.

In zehn Arbeitsgruppen sollen die Sorgen und Bedürfnisse von Familienstrukturen erkundet werden, die nicht dem klassischen Familienbild entsprechen.

shz.de von
03. März 2016, 14:30 Uhr

Neumünster | Mama, Papa, Kind ja, aber alles andere ist irgendwie Sünde? – Dieses Familienbild der Kirche stimmt zwar schon lange nicht mehr, aber noch immer hält sich hartnäckig das Vorurteil, nur die klassische Familie sei in der Kirche wirklich willkommen.

Im Kirchenkreis Altholstein will man diesem Klischee jetzt aktiv entgegentreten. Kirche müsse noch mehr auf die unterschiedlichen neuen Familienformen zugehen, fordert Propst Kurt Riecke. „Familie verändert sich rasant, wir wollen Familien im Wandel begleiten.“

Einen wichtigen Schritt auf diesem Weg will der Kirchenkreis in der kommenden Woche tun. Unter dem Motto „Welche Kirche braucht Familie?“ will sich die Themensynode am 9. März mit den unterschiedlichsten Facetten familiären Zusammenlebens auseinander setzen und herausfinden, wo in den unterschiedlichen Familienformen der Schuh drückt und wie Kirche helfen kann. Die Synodalen konnten sich dafür in zehn Arbeitskreisen anmelden, die das weite Feld der Familien und ihrer Probleme von verschiedenen Seiten beleuchten wollen.

In der Gruppe „Familie unter Druck“ wollen die Synodalen etwa der Frage nachspüren, welchen Leistungszwängen Familien unterworfen sind – etwa beim Bemühen Arbeit, Beruf und Familienleben unter einen Hut zu bekommen oder die Kinder zu fördern, ohne Oma dabei zu vernachlässigen. Eine andere Gruppe geht der Frage nach, ob Armut auch in der Kirche einsam macht: „In unseren Gemeinden sind arme und benachteiligte Familien kaum präsent. Wir möchten gern herausfinden, woran das liegt“, sagt Horst Kunow, der die Synode mit vorbereitet hat. Die Synode startet am 9. März, um 14 Uhr mit einer Andacht im Anschargemeindehaus. Die Arbeitskreise, an denen sich auch Gemeindeglieder beteiligen können, beginnen um 17 Uhr.

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