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Kino-Kult : Kinobühne: Auf den Spuren der eigenen Familie

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Dokumentarfilmer Jonas Rothlaender setzt sich mit der Geschichte seiner Großeltern auseinander / Der Courier verlost Karten

shz.de von
erstellt am 24.Jan.2016 | 10:00 Uhr

Neumünster | Wie weit bestimmt die Familie das eigene Leben? Werden Konflikte von Generation zu Generation weitervererbt? Dieser Frage geht der Dokumentarfilmer Jonas Rothlaender nach. Sein Werk „Familie haben“ bildet den Auftakt der Kultveranstaltung Kinobühne am Dienstag, 26. Januar, auf der Bühne des Theaters in der Stadthalle. Wie gewohnt gibt es zwei Vorstellungen um 17.30 und um 20 Uhr (Einlass 17 und 19.45 Uhr). Am Montag verlost der Courier Freikarten.

Angetrieben von dem Vermächtnis seiner verstorbenen Großmutter Anne, begibt sich der Filmemacher Jonas Rothlaender auf eine Reise, um den Zerwürfnissen seiner Familie nachzuspüren. Nach jahrzehntelangem Schweigen trifft er in Zürich seinen Großvater Günther, der im Laufe seines Lebens mehrere Millionen in riskanten Börsenspekulationen veruntreut hat, darunter auch das gesamte Vermögen seiner damaligen Ehefrau Anne.

Der Filmemacher begibt sich auf die Suche nach den Wurzeln dieser scheinbar unheilbaren Zerwürfnisse und muss sich dabei immer schonungsloser mit den Konflikten der eigenen Familie auseinandersetzen. Seine Suche führt ihn von der Geschichte seiner Großeltern über seine Mutter bis hin zu seinem eigenen Leben. Dabei gelingt ihm durch seinen offenen Blick ein zugleich zartes wie unbarmherziges Porträt über drei Generationen einer Familie, die stellvertretend für viele stehen könnte.

Am Montag startet außerdem der Vorverkauf für die zweite Hälfte der Kinobühnen-Filmabende von Februar bis April. Die Kinofans dürfen sich auf mehrere cineastische Leckerbissen freuen.

Am 23. Februar ist das Green-Screen-Naturfilm-Festival aus Eckernförde mit zwei Preisträgern zu Gast: Der Film „Shark Girl“ stellt die 20-jährige Madison Stewart vor, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, für den Schutz der Tiere einzutreten, mit denen sie selbst am Great Barrier Reef aufgewachsen ist, nämlich Haie. Der zweite ausgezeichnete Film „Die Rückkehr der Seehunde“, schildert die Anstrengungen von Wissenschaftlern und ehrenamtlichen Helfern, nach der verheerenden Epidemie 1988 den Seehundbestand an der deutschen Nordseeküste wieder zu stabilisieren.

Am 22. März präsentiert der Filmemacher Marc Brummund das Jugenddrama „Freistatt“. Darin bringt er die grausamen Methoden ans Licht, mit denen Verantwortliche in der niedersächsischen Erziehungsanstalt „Freistatt“ in den 60er-Jahren Jugendliche psychisch zu brechen versuchten. Am 26. April endet die Kinobühne 2015/16 mit „Das verschwundene M“, einem sehr persönlichen Dokumentarfilm von Maria Hemmleb. Es ist das Porträt ihres Bruders Lukas Hemleb, dem sie sich nach einer langen Phase der Entfremdung mit diesem Film wieder annähert. Und es ist ein Film über die Kraft des Theaters, denn Lukas Hemleb ist ein außergewöhnlicher Theatermacher, der in seiner Arbeit immer wieder neue kulturelle Horizonte erforscht.

Alle Filme werden am Aufführungstag
um 17.30 Uhr und um 20 Uhr gezeigt. Die Eintrittskarten dafür kosten drei Euro und sind ab kommenden Montag, 25. Januar, ab 8.30 Uhr im Kulturbüro am Kleinflecken 26 und unter Tel. 942- 3316 erhältlich.

Der Courier verlost für seine Leser drei mal zwei Karten für die Abendvorstellung um 20 Uhr. Wer am Montag, 25. Januar, in der Zeit von 13 bis 13.30 Uhr ein E-Mail an die Adresse redaktion.neumuenster@shz.de schickt, hat Chancen zu gewinnen. Es muss eine Gewinn-Frage beantwortet werden: In welchem Verwandschaftsverhältnis steht der Filmemacher zur Hauptfigur des Films?

Die Gewinner werden umgehend benachrichtigt und können ihre Freikarten dann von 19.45 bis 20 Uhr an der Abendkasse abholen.

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