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Holsteinischer Courier

18. Oktober 2017 | 08:00 Uhr

Brandstiftung : Kinderwagen in Flammen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Ein verqualmtes Treppenhaus und eine Explosion: In der Augustastraße brannte ein Kinderwagen. Die Polizei verdächtigt einen 23-Jährigen.

shz.de von
erstellt am 19.Mai.2014 | 06:45 Uhr

Neumünster | Das hätte übel ausgehen können: Im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses in der Augustastraße ging am Freitagabend um 21.30 Uhr ein Kinderwagen in Flammen auf. Alles deutet darauf hin, dass er vorsätzlich in Brand gesteckt wurde.

Innerhalb kürzester Zeit war der Treppenraum stark verqualmt. Beherzten Hausbewohnern gelang es aber, die brennende Karre in den Hinterhof zu bringen. Gerade noch rechtzeitig: Nach Zeugenangaben explodierte wenig später eine Dose Haarspray, die sich im Kinderwagen befand. Noch ehe die alarmierte Berufsfeuerwehr am Einsatzort eintraf, konnten die Anwohner das Feuer mit einem Feuerlöscher ersticken. Die Feuerwehrleute setzten anschließend einen Hochleistungslüfter ein, um das Treppenhaus wieder rauchfrei zu machen.

Auch mehrere Rettungswagen und der Notarzt waren in die Augustastraße geeilt. Bei den vier an der Löschaktion beteiligten Hausbewohnern bestand der Verdacht auf eine Rauchvergiftung. Allerdings wollten nur zwei von ihnen ins Friedrich-Ebert-Krankenhaus gebracht werden.

Für die Feuerwehr war der Einsatz aufgrund der Enge in der Augustastraße und vieler dort abgestellter Fahrzeuge problematisch. Ein Löschfahrzeug touchierte bei der Anfahrt einen abgestellten PKW und nur durch das Eingreifen der Polizei konnte genug Platz für die anderen Einsatzwagen geschaffen werden.

Unter den Anwohnern herrschte große Empörung über den Brandanschlag. Allen war klar, dass es deutlich mehr Verletzte oder sogar Tote hätte geben können, wenn der Brand nur wenig später bemerkt worden und die Verqualmung des Hauses noch weiter fortgeschritten wäre.

„Erste Befragungen der Beamten ergaben schnell einen Tatverdacht gegen einen der Polizei namentlich Bekannten 23-Jährgen“, erklärte Polizeisprecher Rainer Wetzel. Der Verdächtige wurde nach kurzer Fahndung in der Nähe des Tatortes vorläufig festgenommen. Sowohl den festnehmenden Beamten gegenüber als auch bei der Vernehmung durch die Kriminalpolizei bestritt der junge Mann allerdings den Tatvorwurf. Nach Abschluss aller polizeilich erforderlichen Maßnahmen wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt. Gegen ihn wird nun ein Strafverfahren wegen besonders schwerer Brandstiftung eingeleitet.

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