zur Navigation springen

SPD-Vorschlag : Kinderbetreuung an der Slevogtstraße

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Sozialdemokraten wollen Situation in Gadeland entschärfen / Verwaltung lehnt Energiekosten-Übernahme für Verein Openhaart ab

shz.de von
erstellt am 19.Mai.2017 | 13:00 Uhr

Neumünster | Die Situation ist kritisch: Etwa 40 Betreuungsplätze im Hort und in der Betreuten Grundschule in Gadeland fehlen nach jetzigem Stand mit Beginn des neuen Schuljahres nach den Sommerferien. Auch an der Timm-Kröger-Schule gibt es Engpässe (der Courier berichtete). Die SPD schlägt nun vor, die Schulen sollen übergangsweise das ehemalige Jugendfreizeitheim an der Slevogtstraße 31 nutzen. Hier ist derzeit noch der Verein Openhaart untergebracht.

Diese Idee brachte jetzt Ratsherr Bernd Delfs auf der Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins Süd vor. „Das Gebäude ist nicht in einem tollen Zustand, wird aber dringend gebraucht“, unterstützte der Ortsvereinsvorsitzende Claus-Rudolf Johna den Vorstoß. Sollten die Wege zwischen den Schulen und der Slevogtstraße zu lang sein, sei die Verwaltung gefordert, Lösungen anzubieten, sagte Johna weiter.Unterstützung kommt zudem von Brachenfeld-Ruthenbergs Stadtteilvorsteher Uwe Holtz (SPD). „Der Verein Openhaart bietet doch nur noch auf dem Papier dort etwas an, und der Mietvertrag ist monatlich kündbar. Kinder habe ich dort schon lange nicht mehr gesehen. Ich finde den Vorschlag für eine Übergangszeit daher sinnvoll, bis an den Schulen ein Neubau errichtet wurde“, sagt Holtz.

Der Planungs- und Umweltausschuss hatte sich im Februar gegen die Stimmen der SPD mit knapper Mehrheit dafür ausgesprochen, die Baracke abzureißen und auf dem Grundstück seniorengerechtes Wohnen zu ermöglichen. Der Ausschuss folgte damit einem Votum des Stadtteilbeirats Brachenfeld-Ruthenberg. Die Verwaltung hatte ebenfalls eine Wohnbebauung vorgeschlagen, allerdings entweder mit drei Einfamilienhäusern oder zwei Stadtvillen.
 Unterdessen gerät der Verein Openhaart auch durch Schulden für Strom, Gas und Wasser bei den Stadtwerken unter Druck. Im März betrugen die bereits über 6000 Euro, zum Teil waren sie nicht bezahlt. SWN-Sprecher Nikolaus Schmidt: „Wer seine Rechnung nicht bezahlt, muss damit rechnen, dass wir die Lieferungen einstellen. Das gilt auch für Vereine.“ Der Openhaart-Vorsitzende Roman Wagner hat die Stadt in einer Mail gebeten, die Nutzungsvereinbarung so zu ändern, dass keine Betriebskosten für den Verein entstehen. Die Zahlungen solle die Stadt übernehmen. Doch das lehnt Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras ab. Stattdessen schlägt er vor, dem Verein einmalig einen Zuschuss von 5200 Euro aus der Integrations- und Aufnahmepauschale des Landes zu überweisen. Darüber wird endgültig die Ratsversammlung am 13. Juni entscheiden.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen