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Schul-Projekt : Kinder wurden zu Wissenschaftlern

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

An der Gartenstadtschule machte gestern der „Forschungsexpress“ Station. Drittklässler informierten sich über Feuer und Energie.

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erstellt am 27.Jan.2016 | 08:00 Uhr

Neumünster | Tyrone (9) pustet. Sofort schießt eine riesige Flamme in die Höhe. Kein Wunder. Das Holzmehl ist vom Löffel in die Kerzenflamme geflogen und hat sich sofort entzündet. Phillip (8) darf es mit Eisenpulver probieren. „Oh, wie Wunderkerzen zu Silvester“, lautet das Urteil seiner Klassenkameraden bewundernd.

Normalerweise dürfen die Kinder der Klasse 3a der Gartenstadtschule in ihrem Klassenzimmer nicht kokeln. Doch gestern war alles anders. Denn die Drittklässler hatten den ganzen Tag lang den „Forschungsexpress“ zu Gast. Das Projekt ist eine Kooperation des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik und der Firma Na-Wi-Kiel und wird in diesem Jahr von der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität gefördert. Damit entstehen den teilnehmenden Schulen keine Kosten.

Die Idee zur Teilnahme hatte Schulleiterin Ellen Naumann. Katharina Huth, Fachkonferenz-Leiterin für das Heimat-Welt-und Sachkunde (HWS), nahm schließlich die Bewerbung in die Hand. 40 Schulen bewarben sich auf 10 Plätze. Die Gartenstadtschule hatte Glück und wurde ausgewählt.

Gleich zwei Themen wurden dort gestern angeboten. Die Klasse 3a sammelte unter fachkundiger Leitung von Diplom-Ingenieurin Claudia Herges Erfahrungen mit Feuer. Ausgerüstet mit Kitteln und Schutzbrillen zündeten die Mädchen und Jungen unter strenger Aufsicht unterschiedliches Material an und bewerteten die Brennbarkeit. Das Holzstück wollte nur schwer brennen. Der Eisennagel überhaupt nicht. Holzwolle ging sofort in Flammen auf.

„Brennmaterial muss immer dünn sein, damit es brennt“, lernten die kleinen Forscher von Claudia Herges. Jule (9)war von dem Projekt total begeistert. „Ich mag echt gern forschen. Man kann hier alles ausprobieren. Das ist toll“, sagte sie. Auch Tim (9) war beeindruckt. „Das ist echt spannend. Super war, als die Flamme so ganz hoch ging“, sagte er.

In der Parallelklasse, der Klasse 3b, ging es derweil mit Diplom-Chemikerin Barbara Grotemeyer um das Thema Energie. Aus unterschiedlicher Höhe wurden Murmeln in einen Sandkorb geworfen. Dann wurde gemessen, wie tief sie eingesunken waren. „Höhenenergie“ nannten die Drittklässler das Ergebnis, bevor sie aus Teelicht-Töpfchen ein Windrad bastelten, um die Windenergie zu testen. „Wir arbeiten mit den Kindern in der Regel mit Material aus Haushalt, Küche und Keller“, erklärte Dozentin Barbara Grotemeyer.

Der „Forschungsexpress“ wird in diesem Jahr noch ein zweites Mal mit neuen Themen an die Gartenstadtschule kommen. Dann sollen zwei andere Klassen zu Forschern werden.

>Der Fernsehsender Sat1 begleitete gestern das Forscher-Projekt an der Gartenstadtschule. Der Beitrag wird aller Voraussicht nach heute um 17.30 Uhr bei Sat1-Regional zu sehen sein.

 

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