Ferienspass-Programm : Kinder wurden zu Feuerwehrleuten

Sie fühlten sich wie richtige Feuerwehrmänner: Liam (8, von rechts), Johny (12) und Alexander (12) waren so begeistert von der Ausrüstung, dass sie die Helme gleich ausprobierten.
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Sie fühlten sich wie richtige Feuerwehrmänner: Liam (8, von rechts), Johny (12) und Alexander (12) waren so begeistert von der Ausrüstung, dass sie die Helme gleich ausprobierten.

Im Rahmen des Ferienspaß-Programms durften die Jungen und Mädchen hinter die Kulissen der Berufsfeuerwehr blicken.

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30. Juli 2015, 08:00 Uhr

Neumünster | Knapp zwei Stunden lang führte Oberbrandmeister Frank Flohr gestern Vormittag sechs Jungen und Mädchen durch die heiligen Hallen der Berufsfeuerwehr im Gefahrenabwehrzentrum an der Färberstraße. Aufmerksam lauschten die Kinder den Ausführungen des Feuerwehrmannes – doch als es in die Halle mit den Einsatzfahrzeugen ging, hatte der 51-Jährige sichtlich Mühe, die Gruppe zu bändigen. Zu groß waren die Aufregung und die Vorfreude, einmal in einem echten Feuerwehrauto sitzen zu dürfen. Begeistert kletterten die Kinder hinter das Steuer des riesigen Gefährts und durften sich ein paar Minuten lang wie ein richtiger Feuerwehrmann fühlen.

Die Führung war Teil des Ferienspaßprogrammes, das vom Jugendverband organisiert wird. Im Rahmen der Aktion gewährte die Berufsfeuerwehr den Teilnehmern an drei Tagen einen Einblick hinter die Kulissen. Von den verschiedenen Werkstätten bis hin zur Wäscherei durften die Kinder die wichtigsten Stationen der Feuer- und Rettungswache besichtigen.

Auf großes Interesse bei den Teilnehmern stieß die sogenannte Feuerwehrübungsstrecke. Einmal im Jahr müssen die Retter einen Leistungsnachweis erbringen und sich in voller Montur und mit Atemschutzgeräten durch mehrstöckige Gitterkäfige mit diversen Hindernissen quälen. „Damit wir realistische Bedingungen haben, wird der Übungsraum vernebelt und auf 60 bis 70 Grad erhitzt“, erklärte Frank Flohr den kleinen Besuchern. Begeistert kämpften sich die Jungen und Mädchen der Reihe nach durch den anspruchsvollen Parcours. „Das ist echt anstrengend, macht aber total Spaß“, sagte der zwölfjährige Alexander, als er am Ziel angekommen war – und startete gleich zur nächsten Runde.

Verwunderung lösten bei den Kindern die Stiefel der Feuerwehrkameraden aus, über die bereits die Hosen gezogen waren. „Das machen wir, damit wir uns schneller anziehen können. Wir haben ab dem Zeitpunkt der Alarmierung eineinhalb Minuten Zeit, um auszurücken“, erklärte Flohr den Kindern. „Und was passiert, wenn ihr länger braucht?“, wollte der neunjährige Fabian wissen. Flohr: „Dann gibt es Ärger vom Chef. Der steht manchmal mit der Stoppuhr in der Halle und überprüft die Zeiten.“

Für den achtjährigen Liam stand am Ende der Führung eines ganz sicher fest: „Mir hat es so gut gefallen, dass ich im nächsten Jahr unbedingt wiederkommen möchte!“

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