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Grund- und Gemeinschaftsschule : Kinder wünschen einen Schul-Hund

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Grundsteinlegung in Einfeld. 11,1-Millionen-Euro-Projekt soll 2018 fertig sein. Grundschulkinder stecken ihre Wunschliste in die Kupferrolle

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erstellt am 20.Nov.2015 | 18:32 Uhr

Neumünster | Es regnete zwar Bindfäden, dennoch war gestern ein guter Tag für Einfeld und die ganze Stadt: Gemeinsam mit Schulleiterin Gunhild Cordts, den Ausschussvorsitzenden Bernd Delfs (Schule, Kultur und Sport), Axel Westphal (Bau und Umwelt), Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger und Einfelds Stadtteilvorsteher Sven Radestock legte Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras den Grundstein für den Neubau der Grund- und Gemeinschaftsschule an der Dorfstraße.

Obwohl zurzeit sehr viel in Neumünster gebaut werde, sei der Neubau einer Schule nicht alltäglich, sagte Tauras und nannte noch einmal kurz den Grund für den Entschluss, neu zu bauen: „Der schlechte bauliche Zustand war nicht mehr tragbar, eine Sanierung unwirtschaftlich.“ 11,1 Millionen Euro werden verbaut. Im Einzelnen kostet die Grundschule 3 Millionen Euro, 6,1 Millionen sind für die Gemeinschaftsschule veranschlagt, 2 Millionen für die Sanierung des Fachklassentraktes. Bei letzterem sind zwei der vier Sanierungsschritte bereits abgeschlossen. 2018 soll der gesamte Bau fertig sein.

Man habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, so viel Geld zu investieren, sagte Tauras. Die Frage, ob der Schulstandort noch gebraucht werde, beantwortete der OB jedoch mit einem klaren Ja. „Es gilt nicht nur das oft zitierte Wort der kurzen Wege für kurze Beine, sondern auch die Schülerzahlen begründen den Erhalt“, sagte Tauras. Zurzeit sind es 235 Kinder in der Grundschule und 378 in der Gemeinschaftsschule. Auch wegen der Flüchtlinge müsse die Stadt wieder mehr Schulplätze bereit halten, so Tauras.

In die von Handwerker Ralf Sternke verlötete Kupferkapsel kamen nicht nur wie üblich Bauzeichnungen, Münzen und ein aktueller Courier, sondern auch auch Zettel mit den Wünschen der Einfelder Schüler. Dritt- und Viertklässler lasen sie bei der Grundstein-Zeremonie vor. Die Grundschüler dachten da ganz pragmatisch und erhoffen sich etwa größere Flure und „Klassenzimmer mit Stühlen, die nicht wackeln“. Auch, dass die Schule lange hält. Ob die Stadt als Schulträger den Wunsch nach Tablet-Computern und einem „Schul-Hund“ erfüllen kann, ist aber fraglich. Der tonnenschwere Grundstein aus Fertigbeton soll in die Pflasterung am Schuleingang einbezogen werden und noch eine Platte mit Datumsgravur erhalten, erläuterte Berthold Heitker von der Hochbauabteilung der Stadt.  

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