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Umfrage zum Fest : Kinder sind das schönste aller Geschenke

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Was war Ihr schönstes Weihnachtspräsent? Der Courier hat sich bei sechs Neumünsteranern umgehört.

Neumünster | Mit Weihnachten verbinden viele Menschen das große Schenken. Doch oft sind es die ideellen Dinge, die als die schönsten Weihnachtsgeschenke in Erinnerung bleiben – die Familie, eine prägende Zeit im Ausland, die Geburt eines Kindes. Der Courier fragte sechs Neumünsteraner, was sie als ihr schönstes Geschenk oder Weihnachtserlebnis empfinden.

Für Till Pfaff, Geschäftsführer des Kinderschutzbundes, ist das rührendste Weihnachtserlebnis Jahr für Jahr „die ehrliche Freude meiner Tochter über Jesu Geburt und ihr Wunsch, anderen Kindern etwas Gutes zu tun. Mein schönstes Weihnachtserlebnis ist es, wenn ich mit meiner Tochter auf dem Wohnzimmerboden im Pyjama Geschenke zusammenbaue und wir dabei Weihnachtslieder hören und singen. Darum haben meine Frau, meine Tochter und ich 2014 in einem Tonstudio die CD ‚Pfaffige Weihnachten‘ aufgenommen und verschenkt. Das hat uns selbst einen Tag voller Freude geschenkt und die Beschenkten fröhlich gemacht.“ Als eher scheußlichstes Geschenk erinnert er sich schmunzelnd: „Meine Tante hat mit als Kind rote Zahnfärbetabletten geschenkt.“

Für Dietrich Mohr vom Jugendverband ist das schönste Weihnachtserlebnis gleichzeitig sein schönstes Weihnachtsgeschenk: „Das war die Geburt meiner Tochter Tabea in der Heiligen Nacht – und ich durfte dabei sein! Auch auf die Gefahr hin, kitschig zu wirken: Ich habe drei tolle Kinder, die mir zu jedem Fest selbstgefertigte Kunstwerke schenken, weil sie wissen, wie wichtig sie mir sind und wie sehr ich diese Kunstwerke schätze. Der Künstler denkt schon bei der Planung und Herstellung ganz viel an den Menschen, den er beschenken möchte.“

Für die Tafel-Leiterin Christina Arpe ist ihr schönstes Weihnachtsgeschenk immer nur eines: „Meine Familie und Freunde – mit ihnen zusammen sein zu können, die Zeit einfach genießen zu dürfen. Bei einem schönem Essen, Gesellschaftsspielen und der Freude der Kleinen, wenn sie ihre Päckchen auspacken. Mein rührendes Weihnachtserlebnis sind immer wieder die Weihnachtswünsche der Tafel-Kinder. Beim Verteilen der Wunschbaum-Pakete kullerten schon oft vor Freude und Aufregung die Tränen. Für mich ist das immer wieder sehr rührend!“, sagt Neumünsters „Mensch des Jahres“.

Für Tierparkchefin Verena Kaspari (37) ist es ein dreimonatiges Forschungspraktikum, das ihr ihre Eltern 2000 schenkten, und zwar in San Pedro bei Los Angeles im „Marine Mammal Care Center“ – einem Center für Meeressäugetiere. Dort wurden wilde Seelöwen und -elefanten, die krank, verletzt oder unterernährt waren, aufgepäppelt. „Es war das erste Mal USA, es war der große Traum. Ich habe dort viele Erfahrungen für mein Berufsleben gesammelt“, sagt sie. Und die Kontakte hält sie bis heute aufrecht: „Daher ist mein schönstes Weihnachtserlebnis die Aussicht, nach Weihnachten einen guten Bekannten aus den USA in Prag zu treffen. Er ist auf einer Europareise und hat mir den Trip geschenkt.“

Das lustigste Weihnachtserlebnis für den Künstler Kurt Schulzke (65) war das Tannenbaum-Drama 2001. Nach zehn Jahren Sonne und blauem Himmel auf Mallorca zog er nach Neumünster. „Ich freute mich wie ein kleines Kind auf meine erste Weihnacht mit Schnee und echtem Tannenbaum, denn auf der Insel gab es nur Bäume aus Plastik“, erinnert er sich. Mit der Axt machten er und seine Frau Astrid sich auf den Weg in den Wald. Als sie auf einer Schonung standen, begann es zu schneien. „Wir dachten, jetzt wird es perfekt.“ Dann klingelte das Handy. Sein Freund Egon Wellenbrink von der Insel, mit dem er regelmäßig Musik machte, gab Alarm: „Er sagte: ‚Du musst sofort kommen, wir haben Heiligabend keinen Pianisten.‘ Da konnte ich natürlich nicht nein sagen. War wohl nichts mit Tannenduft. Aber auf dem Flughafen versprachen meine Frau Astrid und ich uns: Im nächsten Jahr werden wir ganz sicher einen echten Baum haben, wie es sich gehört.“

Pastor Stefan Bemmé erinnert sich an ein tierisches Weihnachtserlebnis: „Wir hatten vor 14 Jahren einen Welpen gekauft. Unser Sohn und unsere jüngere Tochter betraten das Weihnachtszimmer, unsere große Tochter saß auf dem Sofa und Hund Caspar auf ihrem Schoß. Kein Blick mehr für den Weihnachtsbaum, kein Blick mehr für Geschenke! Die beiden starrten dieses kleine lebendige Wesen an und konnten es nicht fassen. Und dann sanken sie beide vor diesem Welpen auf die Knie. Dieses Bild werde ich nie vergessen. Nie wieder habe ich so viel Glück und Staunen, so tiefe Andacht, ja Ehrfurcht, so viel Überraschung und so viel Anbetung zusammen gesehen.“

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erstellt am 23.Dez.2015 | 17:32 Uhr

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