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Holsteinischer Courier

27. Juni 2017 | 14:09 Uhr

Grossenaspe : Kinder besiegen die Wikinger

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Über 12 000 Besucher freuten sich über die vielen Aktionen im Wildpark Eekholt.

Grossenaspe | Am langen Himmelfahrtswochenende lagerten etwa 150 Wikinger im Wildpark Eekholt, um in das Leben der Nordmänner einzutauchen und den Besuchern den Alltag im Frühmittelalter (um 900 nach Christi Geburt) nahe zu bringen. Die Veranstaltung lockte schließlich von Donnerstag bis Sonntag mehr als 12 000 Besucher auf die Wiesen an der Osterau.

Darüber freute sich schließlich nicht nur der Lager-Organisator Jan Lähn, sondern auch der Wildpark-Geschäftsführer Wolf-Gunthram Freiherr von Schenck. „Das Wikingerlager wird sowohl bei den Teilnehmern als auch bei den Besuchern immer beliebter. Besonders gelobt werden von den Gästen die zahlreichen Mitmachaktionen. Denn hier können sie nicht nur zugucken, sondern auch selbst einmal Hand anlegen“, berichteten die beiden.

Auf dem Lagerplatz zwischen den Gehegen von Wolf, Hirsch und Co. hatten dafür zahlreiche Händler und Handwerker sowie Kämpfer und Gaukler ihre Zelte errichtet. Hier wurde fleißig gewerkelt, gekocht, geplaudert, aber auch Schwerter wurden gewienert und Helme auf Hochglanz poliert.
„Bei uns soll es heute Bauernfrühstück zum Mittagessen geben. Mit den Vorbereitungen muss man praktisch nach dem Frühstück anfangen. Aber für uns ist das Urlaub pur. Am ersten Tag lädt man sein Handy vielleicht noch auf. Aber am zweiten Tag ist das schon egal“, berichteten unter anderem die Mitglieder der Hammerburg Falken.

Im Zelt des Schmiedes Barny aus Bordesholm nahm dagegen Vladimir (9) aus Elmshorn den Hammer in die Hand, um dem Fachmann geschickt zur Hand zu gehen. Und die kleine Anabell (5) half ihrem Vater Lars Wagner (39) am Stand des Drechslers eifrig beim Schnitzen eines Holznagels. „Wir kommen schon seit Jahren hierher. Die Kinder lieben dieses Spektakel“, erklärte der Pinneberger.

Zwischendurch erklangen auf Sackpfeife, Flöten und Trommeln zudem mittelalterliche Melodien, die die Gruppe „Die Vertriebenen“ zum Besten gab. Ebenso erschallten die historischen Kriegshörner aus geschwungenem Kuhhorn, wenn die Kämpfer zum Waffengang gerufen wurden. Bei den Kämpfen legten sich die Schildträger in ihren schweren Kettenhemden sowie die mit langen Stöcken bewaffneten Bauernsoldaten mit ihrem Schlachtruf „Walhalla“ vor dem staunenden Publikum mächtig ins Zeug. Dafür gab es für die tapferen Recken, die natürlich alle unverletzt wieder aufstehen durften, lautstarken Applaus. Aber das größte Vergnügen hatten die kleinen Zuschauer. Denn diese durften die Riege der Streiter am Ende mit kindlichem Ungestüm einfach einmal umrennen.  







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