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Grossenaspe : Kinder bekamen neues Verständnis für die Natur

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Zum 20. Mal lernten Mädchen und Jungen bei der Aktion „Jagd – Naturschutz – Kinder“ interessante Dinge über Wild, Bäume und die Jagd

Grossenaspe | Bereits im 20. Jahr fand an der Grundschule Großenaspe die Aktion „Jagd-Naturschutz-Kinder“ statt. Zusammen mit der Grundschule, der Gemeinde sowie den örtlichen Jagd- und Naturschutzvereinen bekamen die 21 Kinder der vierten Klasse Fachinformationen aus erster Hand.

„Es geht darum, bei den Kindern Verständnis für die Natur und die Jagd zu wecken. Wir wollen aus ihnen keine Jäger machen, aber sie sollen die Bedeutung kennen lernen“, erklärte Projektleiter und Jäger Christian Stölting.

An fünf Stationen haben die Schüler in kleinen Gruppen zum Beispiel viel erfahren über Bäume und Sträucher, über Raubwild wie Fuchs und Marder, über den Unterschied zwischen Hoch-und Niederwild sowie Details über einheimische Vögel.

Besonders anziehend fanden viele Kinder den Stand von Christian Stölting und Jürgen von Seelen, der seinen Jagdhund Elan dabei hatte. Der 15 Monate junge Rüde ist ein Epagneul Breton und wird zurzeit ausgebildet. „Wenn ich doppelt pfeife, soll er zu mir kommen. Wenn ich trillere, soll sich der Hund ablegen und auf mich warten, bis ich ihn abhole. Das kann auch mal eine Dreiviertelstunde dauern, wenn ich auf dem Hochsitz bin. Es kommt auf das Vertrauen zwischen Hund und Besitzer an“, erklärte Jürgen von Seelen.

Samuel (11) fand es interessant, wie sich Rotwild an den Äckern zu schaffen macht: „Ich wusste nicht, dass sich Rehe mit ihren Vorderläufen die Kartoffeln aus dem Boden holen.“ In dem Zusammenhang erklärte Christian Stölting auch, dass Jäger den Landwirten einen Ausgleich für entstandenen Schaden zahlen müssen.

Bei Torsten Pingel und Helga von Kameke begutachtete Luca (10) interessiert Geweihe und Gebissknochen von Schalenwild. „Ich habe schon viel gelernt. Vorher wusste ich nur, dass es die Tiere gibt. Aber jetzt weiß ich zum Beispiel, dass sich das Fell eines Wiesels im Winter weiß färbt und zum Sommer wieder dunkel wird“, sagte der Schüler stolz.

„Es ist einfach toll, wie interessiert die Kinder sind und das Wissen aufsaugen“, sagte Helga von Kameke. Auch die Klassenlehrerin Norburg Najock begrüßte die Aktionstage: „Sie kriegen authentische Informationen und lernen gleich etwas von der Jägersprache. Außerdem freuen sie sich seit der ersten Klasse darauf, wenn sie endlich an der Reihe sind.“ Auch die Pflanzung von Obstbäumen auf einer Ausgleichsfläche stand auf dem Programm, bevor es am Abend ein Abschlussfest gab.

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