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Lebensmittelinstitut : KIN-Techniker haben beste Berufs-Chancen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Absolventen zeigten bei Verkostung ihre Produktideen. Lebenmittelindustrie vergab drei Innovationspreise.

Neumünster | Welche Marktchancen haben vegane Fertigprodukte? Taugt Quallenhaut als Proteinquelle und Fischersatz, etwa in einem Feinkostsalat, für den mitteleuropäischen Gaumen? – Mit ihren Abschlussprojekten sorgten die 33 frisch gebackenen Lebensmitteltechniker gestern im KIN-Lebensmittelinstitut für so manchen Aha-Effekt. Die Verkostung der Produktideen nach der Übergabe der Abschlusszeugnisse hat an der Wasbeker Straße schon Tradition.

Jens Egler und Holger Nenner sind nach eigener Aussage „maritim angehaucht“ und suchten deshalb nach Alternativen zu Fisch für ihren Jellyfish-Feinkostsalat. „Die Überfischung der Meere nimmt zu“, sagt Engler. Die Haut von Quallen (englisch: Jellyfish) kann eine Alternative sein. Der Salat schmeckt sehr würzig durch hochwertige Zutaten wie Jalapeños-Paprika, Sesam- und Ingweröl. Allerdings dauerte es Wochen, einen Importeur zu finden.

Für einen der drei von der Lebensmittelindustrie ausgelobten Innovationspreise reichte es nicht ganz. Das Duo kann sich trösten – nach der zweijährigen Weiterbildung werden sie von der Wirtschaft mit Kusshand genommen. „Wir wissen um den Fachkräftemangel, der auf uns zukommt. Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt für die KIN-Absolventen sind sehr gut“, sagte die Fachschulleiterin Gudula Apfelt. Für den KIN-Institutschef Axel Graefe sind die Absolventen die besten Botschafter des KIN. „Wir sind bundesweit eine Marke“, sagte er und schritt dann zur „Oscar“-Verleihung.

Ein Innovationspreis ging diesmal an Olaf Ernsthuneke und José Könemann für ihren Snack „Trip, Dip and Goal“. Der Clou: Durch eine reflektierende Folie bleiben die Teigtaschen in der Mikrowelle innen zart und werden außen schön knusprig. Dass sie Fans des FC Bayern München sind, können sie nicht verleugnen. Ihren Snack gibt es nicht nur mit Texas-Füllung oder türkisch mit Rindfleisch und Joghurt, sondern auch als Bayern-Variante mit Weißwurst-Füllung und süßem Senf. „Die Industrie hat schon ihr Interesse bekundet“, verriet Ernsthuneke. Die beiden weiteren Innovationspreise gingen an Carina Wöbcke und Dirk Jöns für die Optimierung der Herstellung von Harzer Käse sowie an Jonathan Scharf, Ingo Dohrmann und Thomas Müller für die Entwicklung eines Qualitätssicherungssystems im Schülerlabor.

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erstellt am 28.Mär.2015 | 06:30 Uhr

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