Kim darf wieder ganz Kind sein

Kims erster Schultag: Die Siebenjährige wurde am 12. August in die 1a der Altstadtschule in Bad Oeynhausen eingeschult - ihre Wunschklasse. Dort hat Kim schon viele Freunde gefunden.  Foto: Privat
Kims erster Schultag: Die Siebenjährige wurde am 12. August in die 1a der Altstadtschule in Bad Oeynhausen eingeschult - ihre Wunschklasse. Dort hat Kim schon viele Freunde gefunden. Foto: Privat

Weihnachtsgrüße aus Ostwestfalen nach Neumünster: Der kleinen Kim geht es gut. Sie hat den Krebs überstanden.

shz.de von
17. Dezember 2008, 08:08 Uhr

Neumünster | Tausende Neumünsteraner nahmen im vergangenen Jahr Anteil am Schicksal der an Leukämie erkrankten Kim Meckelnburg aus Tungendorf (der Courier berichtete). Viele halfen bei der groß angelegten Typisierungsaktion auf der Klosterinsel, mit Spenden und Aktionen. Nun dankt die Siebenjährige noch einmal allen, die sie unterstützt haben - aus Bad Oeynhausen.

"Wir sind im August umgezogen, weil ich dort einen Job gefunden habe", erzählt Kims Mutter Iris Meckelnburg. Das neue Umfeld gefalle Kim sehr gut. Sie sei im August in der Altstadtschule eingeschult worden und habe schon viele neue Freunde gefunden. "Kim ist in die 1a gekommen, ihre Wunschklasse", sagt Iris Meckelnburg. Immer freitags reitet ihre Tochter und unternimmt zudem alle Dinge, die sie während ihrer schweren Krankheit nicht machen konnte. Iris Meckelnburg: "Kim braucht die Normalität, sie soll und darf jetzt wieder ganz Kind sein." So gehörte jetzt in der Vorweihnachtszeit natürlich ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt und der Eisbahn von Bad Oeynhausen dazu. Die beiden Weihnachtsfeiertage verbringt Kim mit ihrer Mutter, Freunde und Bekannte werden vermutlich zu Besuch kommen. Aufregend wird es für die Kleine am Heiligabend. Kim wird bei einer Krippenaufführung in der Kirche dabei sein und eine Person aus der Weihnachtsgeschichte darstellen.

"Wir haben uns hier gut eingelebt, es gibt viele Dinge, die uns hier weiterbringen", sagt Iris Meckelnburg. Doch halte sie nach wie vor den Kontakt nach Neumünster. Mehrmals im Jahr reist sie noch mit Kim an die Schwale.

An eine Sache allerdings musste sich Kim in der neuen Umgebung erst gewöhnen: Wie in jedem Jahr hatte sie ihre Wünsche an den Weihnachtsmann in Himmelpforten geschickt. Antwort erhielt sie allerdings von jemand anderem - dem Christkind. "Kim war richtig irritiert und panisch", sagt Iris Meckelnburg schmunzelnd. Doch mittlerweile weiß sie Bescheid: In ihrer neuen Heimat Ostwestfalen kommt an Heiligabend eben nicht der Weihnachtsmann.

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