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Fahrbahnabsenkung auf der A7 : Kilometerlanger Stau und eine Verfolgungsjagd

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Straße sackte auf rund 30 Metern ab. Ein Porschefahrer versuchte, über die Baustelle einer Kontrolle zu entkommen.

von
erstellt am 14.Aug.2015 | 12:05 Uhr

Eine Fahrbahnabsenkung in der Baustelle der Autobahn 7 kurz vor der Abfahrt Neumünster-Nord löste gestern heftige Verkehrsbehinderungen aus. Auf einer Länge von fast 30 Metern hatte sich die Fahrbahn um mehrere Zentimeter gesenkt und konnte nicht mehr befahren werden.

Die Autobahnpolizei verengte die Fahrbahn gestern Morgen am Baustellenabschnitt in Richtung Hamburg auf einen Fahrstreifen und setzte Tempo 60 fest. Es bildete sich ein Rückstau von mehreren Kilometern bis auf die A215 zurück. Der Verkehr in Richtung Norden war nicht betroffen.

Im Rückstaubereich auf der A215 bei Blumenthal wendeten mehrfach Autos, um auf dem Standstreifen zurück nach Blumenthal zu fahren. Nach Angaben der Autobahnpolizei hatten sich mehrfach Streifenwagen dorthin auf den Weg gemacht – da aber waren die Übeltäter schon wieder weg. Ein Porschefahrer hatte es besonders eilig (siehe Bericht rechts).

Die Ursache der Absenkung der Fahrbahndecke war nach Angaben von Experten die Erschütterung beim Einrammen von Spundwänden. Die sollen die Baugruben absichern.

Heute gegen 3 Uhr sollte die Spur wieder befahrbar sein, hieß es gestern.

Der Stau wegen der Fahrbahnabsenkung führte gestern Nachmittag auch zu einem Großeinsatz der Polizei. Ein betrunkener Porschefahrer (50) lieferte sich eine filmreife Verfolgungsfahrt. Niemand wurde verletzt, der Porsche hat aber nur noch Schrottwert.

Gegen 16 Uhr meldete eine zivile Videostreife den Porsche auf der A 215 mit Fahrtrichtung Neumünster. Anhaltezeichen missachtete der Fahrer. Mit etwa 130 Stundenkilometern entzog er sich der Kontrolle über den Standstreifen an dem Stau vorbei. In Höhe Kreuz Bordesholm nutzte der Fahrer die Baustelle für seine Flucht. Der Videowagen und ein geländegängiger Funkstreifenwagen folgten ihm. Irgendwie schaffte der Porsche es schließlich, wieder auf die Fahrbahn und fuhr an der Abfahrt Mitte von der Autobahn ab Richtung Wasbek. Inzwischen verfolgten ihn neun Peterwagen. Gegen 16.15 Uhr stellte der Mann den Porsche in Krogaspe ab und flüchtete zu Fuß. Polizeibeamte waren jedoch schneller und konnten ihn festnehmen. Er leistete keinen Widerstand, sondern entschuldigte sich spontan für sein Tun. Ein Test ergab einen Wert von 1,34 Promille. Dem 50-Jährigen wurde eine Blutprobe entnommen, sein Führerschein beschlagnahmt. Ihn erwartet eine Anzeige.



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