zur Navigation springen

Platz für Berufsschüler : Kiek In plant Neubau und Parkhaus

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Im hinteren Bereich der Gartenstraße sollen 100 bis 150 Betten für Berufsschüler entstehen.

shz.de von
erstellt am 29.Okt.2015 | 08:00 Uhr

Neumünster | Das Kiek In will kräftig investieren und für die Berufsschüler der beruflichen Schulen einen Neubau im rückwärtigen Bereich an der Gartenstraße bauen. Die Pläne des Kiek-In-Chefs Guido Lisges sehen ein mehrgeschossiges Gebäude zwischen dem Haupthaus und der Franz-Rohwer-Straße vor. Dort befindet sich auf einem rund 700 Quadratmeter großen Gelände derzeit noch der schulpsychologische Dienst.

„Wir brauchen eine Willkommenskultur, nicht nur für Flüchtlinge, sondern auch für die Berufsschüler. Wenn Neumünster wachsen will, benötigt die Stadt qualifizierte Arbeitskräfte. Die kann man aber nur aus dem Kreis der Berufsschüler gewinnen, wenn man etwas für sie tut – mit einem ansprechenden Internatsgebäude, in dem man sich auch wohlfühlen kann“, sagt Lisges. Rund ein Drittel der über 1000 Berufsschüler pro Jahr findet sein Quartier im Kiek In. Zu wenig, findet Lisges, aber er kennt auch den Grund: Bisher sind die auswärtigen Gäste aus ganz Norddeutschland nämlich vor allem im Haus Gartenstraße 29 gegenüber vom Haupthaus untergebracht.

Das in den 1930er-Jahren errichtete Gebäude ist baufällig und nicht mehr zeitgemäß. Im Treppenhaus gibt es Risse an Wänden und Decken, manche Fenster lassen sich nicht öffnen, die Betten sind alt und beschmiert, die Zimmer und Sanitäranlagen eng und unmodern. Ausgelegt sind die ehemaligen vier Wohnungen für 12 Personen, doch bis zu 40 Schüler halten sich in Spitzenzeiten dort auf. „Es gibt zurecht immer wieder Beschwerden von den Ausbildungsfirmen, aber auch von den Regionalen Bildungszentren über die Zustände“, sagt Lisges. Doch investieren will er dort nicht mehr.

Stattdessen möchte er das Haus genauso wie den dahinter liegenden Parkplatz des Kiek In an die Wobau verkaufen. Der städtischen Wohnungsbaugesellschaft gehört die Anlage der alten Feuerwache. Geplant sind dort hochwertige Eigentumswohnungen (der Courier berichtete). Mit dem Erlös sowie mit eigenen Mitteln soll dann der Neubau finanziert werden. „Wir verfügen über genug Geld, um eine Finanzierung darzustellen, denn wir konnten unseren Umsatz im Vergleich zu den Vorjahren zum Teil zweistellig steigern. Außerdem sind die Zinsen derzeit extrem niedrig“, sagt Lisges, der Bankkaufmann und Betriebswirt ist.

Geplant ist neben dem neuen Internatsgebäude zudem ein Parkhaus, das gemeinsam mit dem benachbarten Kontorhaus der Firma Köster genutzt werden soll. Ein Architekt hat dafür bereits erste Zeichnungen angefertigt.

Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras und die zuständigen Fachdienstleiter bei der Stadt sind im Urlaub. Thorben Pries, Büroleiter von Tauras, erklärte gestern zu den Plänen lediglich, man stehe in Verhandlungen mit dem Kiek In.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen