zur Navigation springen

Immer mehr Autos : Kfz-Stelle: Bürger sind Internetmuffel

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Obwohl man schon seit Anfang 2015 sein Auto über das Internet abmelden kann, nutzt noch kein Neumünsteraner diesen Bürgerservice.

von
erstellt am 20.Jan.2016 | 09:15 Uhr

Neumünster | Beim automobilen Untersatz geht der Trend auch in Neumünster nach oben. Das jedenfalls zeigt die Jahresstatistik der Zulassungsstelle für 2015. Der Gesamtbestand der in der Stadt zugelassenen Fahrzeuge stieg auf knapp 54  200 an. Die Vergleichszahlen: 2014 waren 53  000 Fahrzeuge zugelassen, 2013 waren es rund 52  600 und 2012 etwa 52  200 Fahrzeuge.

Gut 40  500 der 2015 zugelassenen Fahrzeuge waren Pkw. Knapp 3100 sind Lkw – das unterstreicht Neumünsters Rolle als führender Logistikstandort in Schleswig-Holstein. „Und Neumünster ist nicht Holland“, sagt Cathrin Hinz mit einem Schmunzeln. Die Leiterin der Kfz-Zulassungsstelle an der Plöner Straße spielt damit auf die mit genau 262 eher geringe Zahl an Wohnwagen in der Stadt an.

Auch mit der Elektromobilität ist es nicht weit her. Gerade einmal 27 reine E-Autos waren zum Jahreswechsel 2015/16 in der Stadt zugelassen. Die bis 2020 angepeilte Zahl von bundesweit einer Million Elektroautos dürfte kaum zu schaffen sein, denn in ganz Deutschland gab es zum Stichtag nicht einmal 19  000 reine Elektroflitzer.

Dabei gibt es seit September 2015 neben steuerlichen Anreizen auch das sogenannte E-Kennzeichen. Nach dem Muster der H-Kennzeichen für historische Fahrzeuge weist das E am Ende des Kennzeichens (NMS A 1 E) auf den Elektroantrieb hin. E-Autos haben Anspruch auf extra ausgewiesene Parkplätze. „Wir haben in Neumünster bislang sechs Elektroautos mit dem E-Kennzeichen“, sagt Cathrin Hinz.

Noch länger als das E-Kennzeichen, nämlich seit Anfang 2015, gibt es bundesweit die Möglichkeit, sein Auto über das Internet abzumelden. Voraussetzung ist aber, dass die Kfz-Kennzeichen mit einem QR-Code und einer individuell vergebenen Stempelnummer versehen sind. „Auch im Fahrzeugschein muss der QR-Code hinterlegt sein“, sagt Fachdienstleiter Udo Wachholz.

Das ist bequem. Im alten Verfahren musste man die alten Kennzeichen in die Zulassungsstelle bringen. Dort wurde dann die Plakette abgekratzt. „Durch das Internet kann man sich diesen Weg ersparen“, sagt Udo Wachholz. „Aber das wird in Neumünster noch gar nicht genutzt“, sagt Cathrin Hinz. Ein Link auf der Internetseite der Stadt (www.neumeunster.de) verweist auf das Landesportal für die Kfz-Abmeldung. Die Anmeldung und das Einloggen dort sind allerdings nur mit Hilfe des neuen Personalausweises möglich, und auch das nur, wenn dieser für die Online-Nutzung freigeschaltet worden ist. „Das ist vermutlich der Grund, warum es so wenig genutzt wird“, vermutet Cathrin Hinz. Keine guten Voraussetzungen für die noch 2016 geplante Möglichkeit, sein Auto über das Internet auch wieder anzumelden. In einem dritten Schritt soll auch eine Erstanmeldung via Internet möglich werden.

Schon seit gut einem Jahr kann man sein Orts-Kennzeichen mitnehmen, auch wenn man in eine andere kreisfreie Stadt oder in einen anderen Kreis umzieht. „Wir haben inzwischen Unterscheidungskennzeichen von A wie Augsburg bis W wie Wuppertal“, sagt Cathrin Hinz. Das heißt, dass Neu-Neumünsteraner aus diesen Städten ihre Kennzeichen mitgenommen haben.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen