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59. Aktion : Kfz-Branche bietet kostenfreien Lichttest

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

1100 Innungsbetriebe beteiligen sich an der Aktion mit der Landesverkehrswacht

von
erstellt am 03.Okt.2015 | 11:00 Uhr

Neumünster | Moderne LED-Fahrzeugleuchten sind wahre Wunderwerke der Technik. Sie leuchten über eine Distanz von bis zu 600 Metern präzise aus. Spezielle Fahrlichtassistenten sorgen dabei dafür, dass Fahrer entgegenkommender Autos nicht geblendet werden. Doch diese Systeme stellen auch erhöhte Ansprüche an die Prüfung und richtige Justierung.

Mehr als 150 Fachbesucher konnten sich beim Tag des Kfz-Unternehmers in der Holstenhalle von den Fortschritten bei der Entwicklung der Fahrzeugbeleuchtung überzeugen. Der Verband des Kfz-Gewerbes, der nur alle zwei Jahre diesen Tag ausrichtet, hatte in einer völlig abgedunkelten Halle dazu extra eine Lichtshow vorbereitet. Zuschauer konnten dort die unterschiedliche Lichtausbeute von der Fackel bis zu den modernen LED-Leuchten vergleichen.

Zugleich gab die Kfz-Branche den Startschuss für die 59. Lichttest-Aktion im Oktober. Seit 1957 bieten die Innungsbetriebe in Zusammenarbeit mit der Verkehrswacht diesen Service einer kostenfreien Prüfung an. Jeder fünfte Autofahrer nahm 2014 daran teil und holte sich die Lichttest-Plakette. In diesem Jahr sind die Plaketten durch einen neuen Adhäsionskleber auch leicht und rückstandfrei wieder zu entfernen.

„Bei einem Drittel der Fahrzeuge gab es Beanstandungen, bei Lkw sogar noch mehr“, sagte Schleswig-Holstein Verkehrsstaatssekretät Dr. Frank Nägele. „Die Branche leistet damit eine Menge“, sagte Verbandsgeschäftsführer Jan-Nikolas Sontag. Mehr als 6 Millionen Euro wenden die Betriebe dafür auf. „Noch geht der Test kostenfrei. Reparaturen oder aufwendige Justierungen müssen aber bezahlt werden“, so Sontag.

Die wirtschaftliche Lage der Kfz-Branche ist stabil. Rund 1100 Mitgliedsbetriebe in Schleswig-Holstein erwirtschafteten 2014 mit gut 16  000 Beschäftigten einen Umsatz von 5,1 Milliarden Euro. Das ist ein Plus von 6,6 Prozent. Wie sich der VW-Abgasskandal auswirken wird, ist noch offen. „Wir als Händler sind nicht anders informiert als die Kunden“, sagte Verbandssprecher Michael Ihle, der selbst VW-Händler ist. Man sollte jetzt die Frist abwarten, die das Kraftfahrtbundesamt VW gesetzt habe. Panikreaktionen seien nicht hilfreich, so Sontag. Nägele: „Wir haben ein Ohr an der Branche, sind aber glücklicherweise kein Automobilland wie Niedersachsen.“ 

 

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