Neumünster : Keys of hope“ – Hoffnung auf Heimat

Besucher betrachten eine der Stellwände. Zu den Schlüsselbildern gibt es Video-Interviews mit syrischen Flüchtlingen.
Besucher betrachten eine der Stellwände. Zu den Schlüsselbildern gibt es Video-Interviews mit syrischen Flüchtlingen.

Die Ausstellung im Rathaus-Foyer setzt ein Zeichen der Hoffnung, dass es ein friedliches Leben in Syrien geben möge.

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09. Dezember 2018, 14:53 Uhr

Neumünster | Seit 2011 herrschen in Syrien Krieg, Tod und Zerstörung. Knapp sieben Millionen Menschen sind Vertriebene im eigenen Land, fast fünf Millionen ins Ausland geflohen. Vielen ist kaum mehr geblieben als der Haustürschlüssel, für den es kein Schloss mehr gibt. Die Ausstellung „Keys of hope“, die jetzt im Foyer des Rathauses gezeigt wird, stellt diese Schlüssel in den Mittelpunkt – als Symbol nicht nur für den Verlust, sondern auch als Zeichen der Hoffnung. Die Hoffnung darauf, dass es ein friedliches Leben in Syrien nach dem Krieg geben möge.

20 Schautafeln, aber vor allem zehn Videoporträts von Flüchtlingen führen einfühlsam in deren Gefühlswelt und schildern die erschreckenden Erfahrungen der Menschen während der Flucht. Die Interviews wurden in Flüchtlingsunterkünften des Malteser Hilfsdienstes in Hamburg und in Sid an der serbisch-kroatischen Grenze aufgenommen. Konzipiert wurde die Ausstellung von der Caritas International und der Werbeagentur BBDO, nach Neumünster geholt durch die Beratungsstelle für ehrenamtliche Flüchtlingshilfe der Diakonie.

„Wir können nur erahnen, welche Entbehrungen die Menschen während ihrer Flucht erlitten haben“, sagte Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras in seinem Grußwort. Er erinnerte an die Flüchtlingswelle von 2015 und daran, wie die Fremden mit offenen Armen in Neumünster empfangen wurden. „Zurückblickend kann ich sagen: Wir haben das gut gemeistert, vor allem weil sich so viele Menschen ehrenamtlich engagieren.“ Jetzt, drei Jahre später, hätten viele der damals Zugezogenen in Deutschland eine zweite Heimat gefunden.

> Die Ausstellung „Keys of hope“ ist noch bis Donnerstag, 13. Dezember, im Rathaus zu sehen.

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