Kreis Segeberg : Keuchhusten: Es gibt einen vierten Fall in Trappenkamp

In Trappenkamp und Bornhöved gibt es Fälle von Keuchhusten.
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In Trappenkamp und Bornhöved gibt es Fälle von Keuchhusten.

Jetzt ist auch die Trappenkamper Hallmann-Schule betroffen. Das Gesundheitsamt warnt vor Panik.

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14. März 2018, 07:00 Uhr

Trappenkamp | Im Bereich Bornhöved/Trappenkamp ist am Dienstag der vierte Fall von Keuchhusten ärztlich bestätigt worden. Insgesamt ermittelt der Fachdienst Infektionsschutz des Kreises jetzt in vier gemeldeten Keuchhustenfällen. Zunächst war Keuchusten Anfang März an der Sventana-Schule Bornhöved aufgetreten, dann an der Grundschule Trappenkamp. Seit Dienstag ist auch die Richard-Hallmann-Schule in Trappenkamp betroffen.

Am Montag gab es einen Hinweis vom Gesundheitsamt, dass Angehörige der Richard-Hallmann-Gemeinschaftsschule in Kontakt mit jemandem gekommen sein könnten, der an Keuchhusten erkrankt ist. Daraufhin wurden Schüler und Lehrer vorsorglich nach Hause geschickt, die über Hustensymptome klagten, heißt es auf der Internetseite der Schule.

Das Gesundheitsamt des Kreises Segeberg weist in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf hin, dass bisher nach wie vor kein Ausbruch der Erkrankung vorliege und es für die Bürger keinen Grund zur Panik gebe. „Das Besondere an der Situation ist, dass wir bislang keinen direkten Zusammenhang zwischen den vier Infektionen feststellen konnten. Im Raum Bornhöved/Trappenkamp haben wir die Nachweise zweier verschiedener, nah verwandter Erreger nebeneinander, die beide die Keuchhustenerkrankung verursachen. Es gibt somit im Moment keine nachvollziehbare Infektkette“, sagt Gesundheitsamtsleiter Dr. Boris Friege. „Aber wir unterschätzen die Lage nicht“, erklärt Friege und verweist darauf, dass sich Gesundheitsamt und das Gesundheitsministerium des Landes austauschen.

Aufgrund der langen Inkubationszeit, also der Zeit zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der ersten Symptome, sowie der langen Ansteckungsfähigkeit bei Keuchhusten, rechnet Friege damit, dass die Ermittlungen Wochen andauern werden. Die Inkubationszeit beträgt etwa sechs bis 20 Tage. Bei Erkrankungsbeginn ist das Risiko, andere anzustecken, am höchsten. Danach sinkt das Ansteckungsrisiko, kann aber insgesamt bis zu fünf Wochen andauern.

Über den Unterrichtsausfall entscheiden die betroffenen Schule. „Der Schulbetrieb läuft regulär weiter, sodass Unterrichtsversorgung sowie Verlässlichkeit für Ihre Kinder gewährleistet sind“, steht auf der Internetseite der Grundschule Trappenkamp.

Der Gesundheitsamtsleiter warnt vor einer übermäßigen Verunsicherung: „Wer Krankheitszeichen hat, sollte einen Arzt aufsuchen, wie immer. Ohne Krankheitszeichen gibt es aber keinen Grund, bei seinem Arzt eine bestimmte Diagnostik wie einen Abstrich zur Keuchhustendiagnostik einzufordern.“

Viel wichtiger sei es, dass der Impfpass regelmäßig auf mögliche Impflücken bei Standardimpfungen – wie gegen Keuchhusten – gecheckt würde. „Jede Impflücke sollte zügig geschlossen werden“, empfiehlt der Mediziner.

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